Sa., 24.02.2018

Volksbank stellt Projekt »Hüllhorst-Mitte« vor – bis zur vier Arztpraxen möglich Neues Leben in der Ortsmitte

Ein idealer Standort für Arztpraxen: anstelle von Pfarrhaus (hinten links) und Wohnhaus entstehen zwei neue Gebäude und ein neu gestalteter Dorfplatz.

Ein idealer Standort für Arztpraxen: anstelle von Pfarrhaus (hinten links) und Wohnhaus entstehen zwei neue Gebäude und ein neu gestalteter Dorfplatz. Foto: Anette Hülsmeier/WB-Archiv

Von Kathrin Kröger

Hüllhorst (WB). SPD-Chef Frank Picker brachte es auf den Punkt. »Wir hätten uns nie träumen lassen, dass so schnell ein Investor gefunden wird.« Die Rede war von einem Standort für ein potenzielles Ärztehaus, das die Sozialdemokraten für Hüllhorst angeregt und damit fraktionsübergreifend Zustimmung erhalten hatten. Diese Zustimmung erntete auch die Volksbank Schnathorst als Investor für ihr Projekt »Hüllhorst-Mitte«.

Volksbank-Vorstand Jürgen Kreimeier und Planer Joerg Krahe gaben erste Erläuterungen am Donnerstagabend im Gemeindeentwicklungsausschuss zum Bauvorhaben im Ortskern der Gemeinde ab. Das Interesse an der Neugestaltung des Dorfplatzes ist bereits in dieser sehr frühen Projekt-Phase hoch und etliche Bürger wohnten der Präsentation bei.

Ein erster Planentwurf wurde in der Sitzung vorgestellt – mit noch flexibler Nutzung und Raumaufteilung. Fest steht, dass das ehemalige Pfarrhaus (Eigentümer ist die Kirche) sowie das ehemalige Wohnhaus auf dem Grundstück der Volksbank abgerissen werden sollen. Es entstehen zwei neue Gebäude entlang des Pfarrweges, die, weiter zurückversetzt, dem Dorfplatz mehr Raum geben. Erste Vorschläge zur Bebauung und Nutzung liegen mit den Bereichen Wohnen, Pflege, Ärzte und stillem Gewerbe vor. Kreimeier: »Damit haben wir eine gute Durchmischung und Belebung des Platzes.«

Bis zu vier Arztpraxen möglich

Auch für das Kirchengebäude, wo nach dem jetzigen Stand eine betreute Wohngruppe untergebracht werden soll, ist die Volksbank Investor. Diese knüpfte bereits im zweiten Halbjahr 2016 erste Kontakte zur Kirchengemeinde zwecks gemeinsamer Projektierung beziehungsweise Erschließung der nach dem Abriss freien Flächen.

Bis zur vier Arztpraxen könnten im ehemaligen Wohnhaus der Familie Zierke eingerichtet werden. »Aber auch kombiniert mit Sanitätshaus, Physiotherapie und dergleichen. Wir sind noch ganz am Anfang der Planungen«, sagte Volksbank-Vorstand Frank Rohs auf Anfrage dieser Zeitung. Seitens der Bank würde man sich sehr freuen, wenn sich Ärzte in dem Haus niederließen, »doch eine Garantie für die Ansiedlung können wir nicht übernehmen«, betonte auch Vorstandskollege Jürgen Kreimeier.

Bürgermeister Bernd Rührup hat mittlerweile mit der Kassenärztlichen Vereinigung über Zulassungsvoraussetzungen sowie mit den Allgemeinmedizinern und Zahnärzten in Hüllhorst gesprochen. »Tenor war: Damit ist Hüllhorst auf dem richtigen Weg. Wir sind da aber wirklich noch ganz am Anfang«, so Rührup.

Einstimmig für das Projekt

Einstimmig sprach sich der Gemeindeentwicklungsausschuss dafür aus, einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan »Hüllhorst-Mitte« aufzustellen. Damit sollen die planungsrechtlichen Voraussetzungen für die Umsetzung des geplanten Projektes geschaffen werden. Der Bebauungsplan-Entwurf soll bis zur nächsten Sitzung des Gemeindeentwicklungsausschusses (Donnerstag, 17. Mai, 17.30 Uhr, Sitzungssaal im Rathaus) erarbeitet werden.

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