Do., 01.03.2018

Verein »Thealingua« bringt Französisch auf die Hüllhorster Bühne Emotionen »en français«

Unterricht der besonderen Art – mit szenischem Spiel auf Französisch: Diese Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule Hüllhorst stellen in ihrem Stück verschiedene Charaktere dar, die gerade die Anzeigetafel am Bahnhof studieren.

Unterricht der besonderen Art – mit szenischem Spiel auf Französisch: Diese Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule Hüllhorst stellen in ihrem Stück verschiedene Charaktere dar, die gerade die Anzeigetafel am Bahnhof studieren.

Hüllhorst (WB). »Action, réaction et émotion!« hat es am vergangenen Dienstag für die Französischschüler des zehnten Jahrgangs geheißen. Sie kamen in den Genuss einer etwas anderen Unterrichtsstunde an der Gesamtschule.

Statt Lehrbuch und Stift waren Körpereinsatz, Reaktionsvermögen und emotionale Darbietungen gefragt. Denn Philippine Guillon und Denis Aubert – beide Schauspieler und Theaterpädagogen, die im Auftrag des deutsch-französischen Vereins »Thealingua« der Einladung der Gesamtschule Hüllhorst gefolgt waren – gelang es, szenisches Spiel und französische Sprache miteinander zu verbinden und die Jugendlichen aus der Reserve zu locken. Und auch bei den etwa 60 Fünftklässlern setzten die beiden Schauspieler schon einen Tag zuvor auf Spiel, Spaß und Bewegung und hatten damit auch die jungen Teilnehmer voll auf ihrer Seite.

In insgesamt sechs Workshops, die jeweils vier Unterrichtsstunden umfassten, lernten die Schüler des fünften und zehnten Jahrgangs Körper, Stimme und Sprache als Ausdrucksmittel einzusetzen sowie französische Begriffe und Sätze zu artikulieren, im Spiel zu verinnerlichen und anzuwenden.

Eigenes Theaterstück gestaltet

So wurden zunächst nach französischen Anweisungen der beiden Muttersprachler Kopf, Schultern, Arme und Beine gelockert, Vornamen mit Hilfe von Gesten eingeprägt und französische Grundvokabeln in sportlich-aktiven Aufwärmübungen und Standbildern erlernt und vertieft. Auf der »chaise des émotions« und in gegenseitigen Konfrontationen ging es schließlich gefühlsbetont weiter. In einer Emotionskette stellten die Schüler beispielsweise verschiedene Gefühle in unterschiedlicher Intensität dar: Hier wuchs eine leichte Empörung zum emotionalen Ausbruch an, zurückhaltende Traurigkeit zur herzzerreißenden Verzweiflung und ein verstohlenes Lächeln zur überschwänglichen Freude.

Während sich die Jüngeren anschließend mit französischen Tiernamen vertraut machten, die sie auf der Bühne energiegeladen umzusetzen wussten, gestalteten die Zehntklässler ein eigenes Theaterstück, das »à la gare« (am Bahnhof), so die Vorgabe der beiden Theaterpädagogen, spielte – auf Französisch, versteht sich. Die Ergebnisse wurden zum Abschluss den Teilnehmern des jeweils parallel laufenden Workshops präsentiert.

Gesprochen wurde dabei fast ausschließlich auf Französisch – zum Erstaunen der neugierigen Fünftklässler, die sich für den Schnupperunterricht alle freiwillig angemeldet hatten und ihre ersten Erfahrungen mit der französischen Sprache sammeln konnten.

Begriffe und Sätze gut verinnerlicht

»Am Anfang war ich etwas skeptisch. Das Eis war aber für mich schnell gebrochen. Die Spiele, Übungen und auch das Theaterstück haben unheimlich viel Spaß gemacht«, resümierte Michelle Siemens (10e) nach dem Französisch-Workshop bei Philippine Guillon. Durch das szenische Umsetzen habe sie die französischen Begriffe und Sätze besonders gut verinnerlichen können. Organisiert hatte die beiden Workshop-Tage Französischlehrerin Beate Hallmann.

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