Fr., 18.05.2018

Dorfgemeinschaftsraum: Verwaltung stellt Varianten vor – Beratung in Fraktionen Sanierung, Anbau oder Neubau?

Die Trocknung der Räume ist abgeschlossen, doch die Durchfeuchtung der Wände kann dadurch nicht beseitigt werden.

Die Trocknung der Räume ist abgeschlossen, doch die Durchfeuchtung der Wände kann dadurch nicht beseitigt werden. Foto: Kröger/WB-Archiv

Von Kathrin Kröger

Büttendorf (WB). Wie schaffen wir eine Verbesserung, auch langfristig? Um die Beantwortung dieser Frage ist es am Mittwochabend im Bau- und Umweltausschuss gegangen. Auf der Tagesordnung stand das Dauerbrenner-Thema »Dorfgemeinschaftsraum Büttendorf«, der seit fast zwei Jahren wegen Schimmelbefalls gesperrt ist.

Die Verwaltung stellte auf der Grundlage von Gutachten, Schlussberichten und Empfehlungen drei Handlungsoptionen vor: Neubau eines Dorfgemeinschaftsgebäudes, Anbau eines Dorfgemeinschaftsraumes mit Nebenräumen am nordöstlichen Teil des Schulgebäudes und Sanierung des bisherigen Kellerraumes/Dorfgemeinschaftsraumes. »Wir haben den Auftrag, Alternativen aufzuzeigen, um eine Lösung zu finden, die auch für nachfolgende Generationen sinnvoll ist«, sagte Bürgermeister Bernd Rührup.

Neubau

Geprüft wurden der Neubau eines Dorfgemeinschaftshauses auf dem Schulgelände sowie ein Anbau an das bestehende Schulgebäude. Die Räume sind ebenerdig zu erreichen und die vorhandene Nutzfläche entspricht der Nutzfläche im Kellergeschoss. Ein Neubau hätte einen Mehrzweckraum, Küche, Windfang/Flur, Toiletten sowie einen Hausanschluss-/Putzmittelraum. Denkbar ist die Errichtung eines eingeschossigen Modulgebäudes, etwa 180 Quadratmeter Bruttogeschossfläche. Kosten: 547.281 Euro.

Anbau

Errichtung eines eingeschossigen Gebäudes als Anbau (Raumprogramm wie beim Neubau) an die Grundschule in Massivbauweise. Denkbar ist, einen Teil der Umfassungswände des bestehenden Unterrichtsraumes über dem Dorfgemeinschaftsraum mit dem vorgelagerten Flur abzubrechen und dann in Verbindung mit dem Anbau wieder neu zu errichten. Geschätzte Kosten: 350.000 Euro.

Sanierung

Erforderlich ist eine Außensanierung der Westwand gegen aufsteigende Feuchtigkeit. Dafür muss die Außenwand komplett freigelegt werden. Die Südwand zum angrenzenden Keller der Grundschule ist mit einem Injektionsverfahren abzudichten. Der Innenputz muss wegen der Feuchtigkeitsschäden entfernt und ein neuer Sanierputz aufgebracht werden. Auf die Sohlplatte/Fußpunkt Außenwand ist eine Abdichtung einzubauen. Ein neuer Bodenbelag ist erforderlich. Geschätzte Kosten: 120.211 Euro.

Über die Varianten wollen nun die Fraktionen beraten. Voraussichtlich in der nächsten Sitzung des Bau- und Umweltausschusses (4. Juli) soll eine Entscheidung getroffen werden, wie weiter vorgegangen werden soll.

Büttendorfs Ortsvorsteherin Dietlind Scheding (CDU) sagte, dass die Dorfgemeinschaft zwar einen Anbau für das Optimum halte, diese Variante aber angesichts der Haushaltslage zu teuer sei. Favorisiert werde die Sanierung, denn es sei wichtig, das Gebäude zu erhalten, damit Förderverein, Vereine und Schule dieses nutzen könnten. »Das Gebäude ist ein zentraler Punkt im Dorf.« Es wäre wünschenswert, wenn vor der Sommerpause eine Entscheidung gefällt werden könne. Umso schneller könne es dann zu den Ausschreibungen kommen und die Sanierung beginnen.

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