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Mo., 12.01.2015

Uwe Müllers Revue »Milestones of Rock« feiert Premiere in der Stadthalle  Das geht richtig ab 

Ob Samba pa ti oder Smoke on the Water – auf Gitarrist Olli Schröder ist Verlass. Sänger Pit Hupperten geht mit. Die Milestones of Rock, die Meilensteine des Rock, haben am Samstagabend das Publikum in der Stadthalle gerockt.

Ob Samba pa ti oder Smoke on the Water – auf Gitarrist Olli Schröder ist Verlass. Sänger Pit Hupperten geht mit. Die Milestones of Rock, die Meilensteine des Rock, haben am Samstagabend das Publikum in der Stadthalle gerockt.

Von Friederike Niemeyer

Lübbecke (WB). Wow! Welch ein Riesen-Spektakel mit tollen Stimmen, klirrenden Gitarren-Riffs und viel Bühnennebel. Wer auch nur ansatzweise etwas für Rockmusik der 1970er Jahre übrig hat, der ist am Samstag in der Stadthalle bestens unterhalten worden. Mit der Show »Milestones of Rock« hat Uwe Müller sein rockiges Gesicht gezeigt. Und der Funke ist übergesprungen.

 Kann Uwe Müller auch Rock? Diese Frage dürfte sich der ein oder andere der 600 Zuschauer gestellt haben, der den Espelkamper Musiker vor allem mit dem poppigen »Weihnachtstraum« verbindet. Aber schon die ersten Takte der Show, »Radar Love«, machten deutlich: Mit einem Popkonzert hat dieser Abend nicht viel zu tun. Harte Rhythmen zum Mitklatschen, eingängige Songs zum Mitsingen – die großen Klassiker des 70er-Jahre-Rock wurden von Band und Solisten großartig umgesetzt. Von Hardrock über Glam-Rock bis zu Progressive Rock, von »Born to be wild« über »Love is like Oxygene« bis zu »Whole lotta love«.

 Macher Uwe Müller hatte für die Revue die bekanntesten Hits der 70er zusammengestellt. Und wer zwischen Kiss, Black Sabbath, Fleetwood Mac und Creedence Clearwater Revival noch die Stones vermisste – als Zugabe gab es »Jumpin' Jack Flash«. Ein prima aufgelegtes Graf-Zeppelin-Orchester mit Olli Schröder (Gitarre), Martin Hohmeier (Bass), Volker Fastenau (Gitarre), Kord Lampe (Percussion), Stephan Winkelhake (Keyboards) und Uwe Müller (Schlagzeug) spielte mit viel Begeisterung und Kraft.

Getragen von den Solisten

 Getragen aber wurde der Abend von den tollen Solisten, allen voran Pit Hupperten. Seine Stimme meisterte auch die steilsten Passagen kraftvoll und mit Gefühl. »Paranoid« ging durch Mark und Bein – Gänsehaut für harte Jungs und Mädels. Alexandra Rogosch und Alwin Barg brachten mit ihren warmen Stimmen »Go your own way« wieder ganz neu zum Klingen. Steffi Steglich – ein mehr als würdiger Ersatz für Annette Steinkamp – konnte auch Rockröhre, etwa bei »Can the can« von Suzi Quatro.

 Nach einer Stunde war das Publikum aufgetaut, klatschte und tanzte schließlich auch in den Gängen. »Schade, dass es Sitzplätze gibt«, bedauerten einige der Gäste. Auch die vielen Zwischenmoderationen – lässig von Horst Halstenberg vorgetragen – störten etwas den Fluss. Aber es sollte ja kein Konzert sondern eine Revue sein. Die Bühnenshow mit Langhaarperücken, Glitzer-Plateauschuhen und Tanz-Girls in Hot-Pants war absolut passend. Zurecht gab es begeisterten Beifall.

 Bei der After-Show-Party konnten die Besucher ihren Tanz- und Mitsing-Impulsen dann im Foyer vollends nachgeben.

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