Fr., 03.06.2016

Brotprüfung endet mit 43 Bestnoten – schlechteste Note ist ein »gut« Bäcker stellen sich dem Test

Die Bäcker: Volker Erdbrügger (von links), Markus Redeker, Arno Simon, Hermann Oltersdorf und Mathias Berg mit ihren Urkunden.

Die Bäcker: Volker Erdbrügger (von links), Markus Redeker, Arno Simon, Hermann Oltersdorf und Mathias Berg mit ihren Urkunden.

Kreis Minden-Lübbecke (WB). Brot gilt als das Nahrungsmittel in Deutschland. Deutsche Bäcker genießen einen exzellenten Weltruhm. Um die Qualität sicherzustellen, unterziehen sich viele Bäcker einer freiwilligen Qualitätskon-trolle: dem Brottest.

Es war eine Rekordzahl von Broten, die die Bäckereien der Bäcker-Innung Wittekindsland in der Gesamtschule Friedenstal vom Brotprüfer vom Institut für die Qualitätssicherung von Backwaren (IQ Back), Karl-Ernst Schmalz, prüfen ließen. Insgesamt galt es, 85 Brote zu prämieren, die 17 Bäckereien eingereicht hatten.

17 Bäckereien haben mitgemacht

Aber nicht nur der professionelle Brotprüfer Karl-Heinz Schmalz testete die Köstlichkeiten aus der Backstube, sondern auch die Schüler der Gesamtschule Friedenstal durften in der Aula ihrer Schule die Brote testen. Obermeister Markus Redeker und sein Stellvertreter Arno Simon erklärten den Schülern der verschiedenen Jahrgangsstufen, welche Brote es zu testen galt und nach welchen Kriterien sie die Brote begutachten und schmecken sollten.

Dabei ging es auch um Krumenbeschaffenheit, Knusprigkeit und Verteilung der Zutaten im Brot. Dies lag nahe an den fünf Kriterien, die auch der IQ-Backprüfer Karl-Ernst Schmalz zu beurteilen hatte, das waren Form, Kruste, Krume, Struktur sowie Geruch und Geschmack. Die freiwillige Prüfung durch die IQ Park ist für die Betriebe nicht nur wichtig, um die begehrten Urkunden zu erhalten, sondern ist gleichzeitig eine Rückmeldung für die Bäcker und gibt ihnen auch Verbesserungsvorschläge. Für die Schüler, die eifrig probierten und testeten, gab es abschließend noch ein extra Bonbon: Unter denen, die ihren Schülerbewertungsbogen ausgefüllt hatten, wurden 20 Brote der Innungsbäcker verlost.

43 Mal die Bestnote

Teilgenommen aus dem Kreis Minden-Lübbecke haben die Bäckereien Hermann Oltersdorf (Lübbecke), Arno Simon (Löhne), Bäckerei Berg (Kirchlengern), Bäckerei Wullbrandt (Hille), Feinbäckerei Brante (Bad Oeynhausen), Heinz-Hermann Vollmer (Bünde), Karl Nolte (Espelkamp), Markus Redeker (Minden), Schürmanns Backstube, Seeger-Brot (Bad Oeynhausen), Siegbert Schuster (Kirchlengern), Stephan Rippin (Minden), Volker Erdbrügger (Bünde) und Wolfram Kölling (Preußisch Ströhen).

Insgesamt verteilte der Prüfer 43 Mal die Höchstpunktzahl. Bei 23 Broten gab es jeweils kleine Abzüge. Sie bekamen aber dennoch alle ein »gut«.

Die Bäckerei Oltersdorf aus Lübbecke erhielt fünf Mal die Bestnote (Schwarzer Wolfgang, Dinkel-Büchse, Volle Erna, Roggenschwarzbrot und Familienbrot) sowie zweimal ein »gut«. Seeger-Brot aus Bad Oeynhausen erreichte fünf Mal die Bestnote (Kernbeißer, Vollkornmühlenbrot, Baguette, Scharfer Grieche und Bauern-Ciabatta) sowie drei Mal ein »gut«. Die Brote der Bäckerei Arno Simon aus Löhne erreichten die Bestnote für zehn Brote (Baguette, Mehrkorn-Baguette, Simons Knäckebrot, Dinkellaib, Neunkornbrot, Bio Dinkel, Dänisches Kernebrot, Dinkeldose, Graubrot und Französisches Weißbrot), sowie zwei Mal ein »gut«. Sehr gut schnitt auch die Bäckerei Karl Nolte ab (drei Mal »sehr gut« für Schwarzbrot, Zwiebel-Kartoffelbrot, Chiabi-Wellnessbrot und ein Mal »gut«) sowie die Bäckerei Wolfram Kölling (ein Mal »sehr gut« für das Schwarzbrot und ein Mal »gut«).

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