Do., 28.12.2017

Stipendiatin Annalena Hansch besucht die Bayreuther Festspiele »Wie aus einer anderen Welt«

Der Besuch in Bayreuth hat die junge Musikerin weitergebracht. Gerne berichtet Annalena Hansch (Zweite von links) von den Erfahrungen ihren Förderern Georg Droste (links) und Judith Steinhauer (rechts) von der Sparkassenstiftung sowie Jutta Hering-Winckler vom Richard-Wagner-Verband Minden.

Der Besuch in Bayreuth hat die junge Musikerin weitergebracht. Gerne berichtet Annalena Hansch (Zweite von links) von den Erfahrungen ihren Förderern Georg Droste (links) und Judith Steinhauer (rechts) von der Sparkassenstiftung sowie Jutta Hering-Winckler vom Richard-Wagner-Verband Minden. Foto: Friederike Niemeyer

Von Friederike Niemeyer

Lübbecke  (WB). Man muss kein »Wagnerianer« sein, um von den Richard-Wagner-Festspielen in Bayreuth fasziniert zu sein. So zumindest ist es Annalena Hansch aus Lübbecke ergangen, als sie in diesem Jahr mit Hilfe eines besonderen Stipendiums das diesjährige Opern-Event besuchen konnte. »Es war beeindruckend und wunderschön«, sagt die 21-jährige Musikstudentin. Vorher hatte sie sich noch nicht weiter mit Wagner beschäftigt. Das ändert sich nun. »Eigentlich wollte ich meine nächste Hausarbeit über Beethoven schreiben, jetzt schreibe ich über Wagner.«

Seit sechs Jahren ermöglicht es eine Kooperation der Stiftung der Sparkasse Minden-Lübbecke mit dem Richard-Wagner-Verband Minden, dass junge Talente aus der Region ein besonderes Bayreuth-Programm miterleben. Dieses Programm (Wert: 800 Euro) nennt sich Richard-Wagner-Stipendium: 250 junge Menschen aus aller Welt können kostenlos drei Bayreuther Aufführungen miterleben, dürfen einen Blick hinter die Kulissen werfen, lernen die Festspiel-Macher kennen und erleben eine Stadt im Ausnahmezustand.

Begeistert von den »Meistersingern«

Dieses Mal war die junge Lübbeckerin ausgewählt worden. Annalena Hansch spielt Querflöte und hat schon das zweijährige Nachwuchsstipendium der Sparkassenstiftung genossen. Inzwischen studiert sie in Osnabrück. »Es war beeindruckend, im Orchestergraben zu stehen und von Katharina Wagner und Holger von Berg begrüßt zu werden«, erzählt sie.

Am meisten habe sie sich auf die »Meistersinger« gefreut, sagt sie. Es sei ihre erste Oper gewesen, die sie live erlebt habe. »Besonders vom Tenor Klaus Florian Vogt war ich begeistert. Ich war hin und weg von dieser Stimme.« Es folgten »Tristan und Isolde« und die »Walküre«. Christian Thielemann, gefeierter Wagner-Dirigent, beeindruckte die Lübbeckerin sehr: »Im zweiten und dritten Tristan-Akt zauberte er so weiche Orchesterklänge hervor, wie ich sie noch nie gehört habe«, schwärmt Annalena Hansch. »Wie aus einer anderen Welt«.

Entwicklungsschub für junge Talente

Solche Berichte freuen Dr. Jutta Hering-Winckler. Die Vorsitzende des Wagner-Verbandes Minden sieht in den Erlebnissen und Begegnungen bei den Festspielen einen wichtigen Entwicklungsschub für junge Talente. Hering-Winckler: »Auch Stars wie Jonas Kaufmann, Klaus Florian Vogt oder Waltraud Meier waren Richard-Wagner-Stipendiaten.«

Für Georg Droste, Vorsitzender des Vorstandes der Sparkassenstiftung, ist die Förderung des Festspielbesuchs auch ein Weg, den Kontakt zu jungen Musikern aus dem Mühlenkreis aufrecht zu erhalten, die ja später oft in größeren Städten landen. »Wir möchten Möglichkeiten schaffen, dass so hervorragende Musiker hier auftreten können.« Er nennt als Beispiele das Solista-Konzert mit dem Rotary Club Lübbecke und die Kammerkonzertreihe auf Gut Renkhausen (Nächster Termin ist 4. März, 18 Uhr).

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