Do., 08.03.2018

Kammerkonzert »Kontrapunkte 2.18« auf Gut Renkhausen mit 140 Gästen Vom Publikum gefeiert

Auf dem Höhepunkt des Konzertes spielen die beiden Musikerinnen Christina Derksen (Flügel) und Karina Penner (Violine) Camille Saint-Saens’ »Danse Macabre opus 40«.

Auf dem Höhepunkt des Konzertes spielen die beiden Musikerinnen Christina Derksen (Flügel) und Karina Penner (Violine) Camille Saint-Saens’ »Danse Macabre opus 40«. Foto: Eva Rahe

Von Eva Rahe

Lübbecke (WB). Die Kammerkonzerte auf Gut Renkhausen haben eine lange Tradition. Es verwundert nicht, dass das Konzert, das vom Verein Herrenhäuser und Parks und der Sparkassen-Stiftung für Kunst und Kultur veranstaltet wurde, im dritten Jahr in Folge ausverkauft war. Der vielversprechende Titel: Kontrapunkte 2.18.

Nicht nur, dass das romantische Ambiente des alten Gutes hervorragend zum musikalischen Thema des Abends passte, auch die beiden Musikerinnen zeigten an diesem Abend ihr ganz besonderes Können. So konnten die 140 Gäste auf Renkhausen ein Konzert der Extraklasse genießen.

Es war ein Zusammenspiel aus Musik und Literatur, aus Fröhlichkeit und Melancholie. Die ehemaligen Stipendiatinnen der Sparkassen-Stiftung Christina Derksen am Flügel und Karina Penner an der Violine spielten Stücke von Mozart, Chopin oder Kreisler. Sie wurden vom Literaturkurs des Söderblom-Gymnasiums begleitet, der sich thematisch mit der Romantik beschäftigt hatte und die Ergebnisse in Form von Gedichten und Texten präsentierte.

Romantisches Ambiente

Der große Saal im Herrenhaus von Gut Renkhausen war bis zum letzten Platz besetzt, als Christina Derksen am Flügel und Karina Penner an der Violine ihr Kammerkonzert mit Wolfgang Amadeus Mozarts Sonate in G-Dur begannen. Die leichten und melancholischen Klänge von Mozarts Sonate passten wunderbar in das romantische Ambiente des Herrenhauses.

Die Musikerinnen erfüllten die Räume mit ihrem ganzen musikalischen Können und zogen die Gäste sofort in ihren Bann. Auf Mozart folgte eine Romanze von Edward Elgar, traurig und melancholisch. Dynamisch in jenen Passagen gespielt, da, wo sie Kraft brauchte, und sanft in den leisen Tönen. Das Publikum zeigte seine Begeisterung im tosenden Applaus.

Der musikalische Abend setzte sich fort mit Chopin, Saint-Saens und Kreislers Stücken »Liebesfreund« und »Liebeslied«. Zum Abschluss spielten die beiden Musikerinnen Tschaikowskys Sérénade mélancolique opus 26 und Francks Sonate für Klavier und Violine. Sie wurden für ihre großartige Darbietung vom heimischen Publikum gefeiert.

Moderne Note

Dass die beiden Musikerinnen selbst in Espelkamp unterrichten und sozusagen ein Heimspiel hatten, machte den Abend umso charmanter. Die Schülerinnen und Schüler des Literaturkurses des Söderblom-Gymnasiums präsentierten selbstverfasste Gedichte und Texte, die sich mit Themen wie der Natur als Rückzugsort vor Industrialisierung und urbanem Leben oder dem Mond als Symbol für die romantische Liebe beschäftigten.

Dabei hatten die Texte zumeist postmoderne Kniffe und Wendungen und beließen die Zuhörer im Hier und Jetzt. Monatelang hatten die Schüler mit Akribie und Enthusiasmus das Wechselspiel mit den Musikerinnen vorbereitet. In Anlehnung an die literarische Ausdrucksart des Poetry Slam bekam der Abend somit eine durchaus moderne Note und wurde so zu einem stimmigen Ganzen. Die treuen Gäste dürfen sich auch weiterhin auf besondere Konzerte auf Gut Renkhausen freuen.

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