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Mo., 25.09.2017

Oliver Vogt unterliegt knapp – CDU liegt bei den Zweitstimmen vorn Achim Post gewinnt im Mühlenkreis

Enges Rennen: Oliver Vogt (CDU) gibt dem Sieger Achim Post (SPD) im Mindener Kreishaus die Hand.

Enges Rennen: Oliver Vogt (CDU) gibt dem Sieger Achim Post (SPD) im Mindener Kreishaus die Hand. Foto: Arndt Hoppe

Von Friederike Niemeyer und Arndt Hoppe

Minden (WB). Beim Wahlkampfausklang am Freitag war Oliver Vogt noch voller Hoffnung auf den Sieg gewesen. Am Sonntagabend musste der CDU-Direktkandidat seinem SPD-Konkurrenten gratulieren: Achim Post lag mit 37,4 Prozent im Wahlkreis Minden-Lübbecke I vorn.

Oliver Vogt kam auf 35,5 Prozent. Das reichte nicht, um den Wahlkreis nach 2009 und 2013 zum dritten Mal in Folge für die Union zu holen. Ob er im Wahlkampf Fehler gemacht habe, dieses Urteil wolle er anderen überlassen, sagte Vogt noch am Abend. »Ich war ein neuer Kandidat. Achim Post hatte den Bonus des Amtsinhabers.« Achim Post lobte wie auch Vogt den fairen Wahlkampf im Mühlenkreis. Er sprach von einem knappen Ausgang. In die Freude über den gewonnenen Wahlkreis mischten sich aber auch Fragen: »Was machen Demokraten angesichts der hohen Stimmenzahl für die AfD?«

Auch Frank Schäffler zieht wieder ein

Durch den Wiedereinzug der FDP in den Bundestag wird auch der liberale Direktkandidat Frank Schäffler im Berliner Parlament Platz nehmen. Er erreichte persönlich bei den Erststimmen ein respektables Ergebnis von 7,1 Prozent. Er freue sich sehr über den Erfolg in seinem neuen Wahlkreis, sagte Schäffler, der am Wahlabend in Berlin weilte. »Die Menschen wollten eine Partei, die wirtschaftlichen Sachverstand mit in die Politik einbringt«, begründete Schäffler den Erfolg. Der Mühlenkreis wird also in den nächsten vier Jahren von zwei Abgeordneten in Berlin vertreten.

2013 hatte Steffen Kampeter für die CDU 46,3 Prozent erzielt, Achim Post (SPD) erreichte 40,5 Prozent. Und auch bei den Zweitstimmen hatte die CDU die sonst sichere SPD-Bastion mit 41,1 Prozent gewonnen. Bei dieser Wahl nun blieb die CDU bei den Erststimmen zweiter Sieger, konnte aber bei den Zweitstimmen mit etwa 33 Prozent gewinnen.

Hohes AfD-Ergebnis in Espelkamp

Auf den dritten Platz wählten die Minden-Lübbecker nicht die AfD (10,6 Prozent, sondern die FDP mit 11,3 Prozent. Auffällig war das AfD-Ergebnis in Espelkamp (16,7 Prozent), wo sie in den Wahlbezirken Erlengrund 28 beziehungsweise 35 Prozent erreichte. Dort gibt es einen hohen Anteil von russlanddeutschen Spätaussiedlern.

Die Grünen mussten sich dieses Mal wie auch die Linkspartei mit etwas mehr als 6 Prozent zufrieden geben.

Erfreulich war die Wahlbeteiligung von etwa 74 Prozent gegenüber 70,5 Prozent vor vier Jahren.

Lesen Sie mehr über den Ausgang der Bundestagswahl im Mühlenkreis am Montag, 25. September, im WESTFALEN-BLATT, Ausgaben Lübbecke, Stemwede, Rahden und Espelkamp.

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