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Mi., 06.12.2017

500 Teilnehmerinnen singen mit Liedermacher – Spende an Ronald-McDonald-Haus Landfrauen feiern und helfen

Stefanie Kruse (links), Leiterin des Ronald-McDonald-Hauses in Bad Oeynhausen, freut sich darüber, dass die Landfrauen (hier Heike Korff-Fertl, Mitte, und Marlis Klocke) bei der Adventsfeier der Kreis-Landfrauen an ihre Einrichtung denken.

Stefanie Kruse (links), Leiterin des Ronald-McDonald-Hauses in Bad Oeynhausen, freut sich darüber, dass die Landfrauen (hier Heike Korff-Fertl, Mitte, und Marlis Klocke) bei der Adventsfeier der Kreis-Landfrauen an ihre Einrichtung denken. Foto: Hans-Jürgen Amtage

Von Hans-Jürgen Amtage

Minden (WB). »O du fröhliche« statt Handball-Fangesänge – aus mehr als 500 Kehlen erklingt in der Kampa-Halle das bekannte Weihnachtslied. Es bildet am Montagabend den Abschluss der Adventsfeier der Minden-Lübbecker Landfrauen.

In diesem Jahr hatte der Ortsverband Minden-Porta-Oeynhausen mit seiner Vorsitzenden Heike Korff-Fertl in die Kampa-Halle geladen. Die örtlichen Landfrauen hatten die schmucklose Sport- und Veranstaltungshalle in eine Weihnachtslandschaft verwandelten.

Bei Gedanken zur Weihnachtszeit genossen die Landfrauen aus den insgesamt zehn Ortsverbänden das gemeinsame Kaffeetrinken, Adventssingen und die Vorträge. Marianne Kerth, Ilse Huchzer und Beate Lilienkamp trugen vor und gingen dabei auf die Veränderungen ein, die Weihnachten heutzutage nahezu zu einem Ganzjahresfest machen.

Kampf gegen Einsamkeit und Heimweh

Kreisvorsitzende Marlis Klocke konnte unter den Gästen auch Stefanie Kruse, Leiterin des Ronald-McDonald-Hauses in Bad Oeynhausen, begrüßen. Alljährlich legt der die Adventsfeier ausrichtende Ortsverband fest, wer Empfänger der Spendensammlung während der Kaffeestunde sein soll.

Heike Korff-Fertl und ihre Mitstreiterinnen entschieden sich für die Einrichtung in Bad Oeynhausen, die bis zu zwölf Familien mit schwer kranken Kindern ein Zuhause auf Zeit in wohnlicher Atmosphäre gibt. Das Haus am Westkorso in der Kurstadt arbeitet seit 2001 eng mit dem Herz- und Diabeteszentrum zusammen. Denn dort werden die jungen, schwerst herzkranken Patienten versorgt.

»Die Kinder haben nicht nur gegen die Krankheit zu kämpfen, sondern auch mit Einsamkeit und Heimweh«, rief Stefanie Kruse, die das Ronald-McDonald-Haus seit 2005 leitet, in Erinnerung. Hier greife die Möglichkeit, dass die Eltern der kleinen Patienten mit vor Ort seien.

2350 Euro gesammelt

Etwa 4000 Familien wurden seit Eröffnung der Einrichtung dort untergebracht und versorgt. Zweieinhalb hauptamtliche Kräfte und 28 Ehrenamtliche sorgen für die Betreuung und den Betrieb des Hauses, das von der Ronald-McDonald-Stiftung getragen wird, aber einen jährlichen Spendenbedarf von etwa 180.000 Euro hat. Bei der Sammlung bei der Adventsfeier kamen 2350 Euro zusammen, die Stefanie Kruse für das Ronald-McDonald-Haus in Empfang nehmen konnte.

Gedanken ganz anderer Art trug der Journalist, Moderator, Texter und Theologe Christoph Zehendner in der Kampa-Halle vor. Der 56-Jährige lebt und arbeitet mit seiner Frau im Kloster Triefenstein am Main. Dort sind sie Mitarbeiter der evangelischen Christusträger-Bruderschaft.

Zehendner las aus seinem Buch »Mutter, hol den Tannenduft« und überraschte mit weihnachtlichen Kurzgeschichten, die von ungewöhnlichen Wendungen erzählten. Für die musikalische Begleitung sorgte Rolf Schuon aus Herrenberg, der gemeinsame Projekte mit dem Triefensteiner Theologen gestaltet. Die Musiker luden zum Mitsingen ein, und mit viel Charme holten sie das Publikum von den Sitzen.

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