Mi., 03.01.2018

Zwölf Patienten erkrankt – Aufnahmestopp in der betroffenen Station Verdacht auf Norovirus im Klinikum

Im Labor des Johannes-Wesling-Klinikums werden jetzt die Proben der Verdachtsfälle untersucht. Parallel haben Krankenhaushygieniker ihre Arbeit aufgenommen.

Im Labor des Johannes-Wesling-Klinikums werden jetzt die Proben der Verdachtsfälle untersucht. Parallel haben Krankenhaushygieniker ihre Arbeit aufgenommen.

Minden (WB/fn). Zwölf Patienten des Johannes-Wesling-Klinikums in Minden sind an Brechdurchfall erkrankt. Es besteht der Verdacht, dass sie sich mit dem hochansteckenden Norovirus infiziert haben. Über die betroffene Station ist ein Aufnahmestopp verhängt worden.

Die zwölf Verdachtsfälle sind am Dienstagabend auf einer geriatrischen Station aufgetreten. Die Patienten leiden an Brechdurchfall. Auch zwei Mitarbeiter berichteten über ähnliche Symptome. Das haben die Mühlenkreiskliniken am Mittwochmittag mitgeteilt.

Aufgrund des Krankheitsbildes und des raschen Verlaufes wird vermutet, dass die Symptome durch Noroviren ausgelöst wurden. Stuhlproben wurden genommen und untersucht. Die Ergebnisse liegen noch nicht vor. Das Gesundheitsamt wurde dennoch umgehend über die Verdachtsfälle informiert.

Das Institut für Krankenhaushygiene der Mühlenkreiskliniken unter der Leitung von Dr. Peter Witte hat die Station für weitere Aufnahmen und Verlegungen gesperrt. Zudem wurden die erkrankten Patienten isoliert, zusätzliche umfassende Desinfektionsmaßnahmen und eine engmaschige Untersuchung angeordnet. Zum Eigenschutz werden Angehörige der Patienten der betreffenden Station gebeten, nach Möglichkeit auf einen Besuch zu verzichten. Die Mitarbeiter der Station werden derzeit nicht in anderen Bereichen eingesetzt.

Durch diese Maßnahmen werden die übrigen Patienten des Johannes Wesling Klinikums umfassend geschützt. Weitere Fälle von Brechdurchfall sind in den Mühlenkreiskliniken bislang nicht bekannt. Besucher werden gebeten, sowohl beim Betreten des Klinikums als auch beim Verlassen ihre Hände zu desinfizieren. Entsprechende Desinfektionsspender stehen überall bereit.

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