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Sa., 25.11.2017

Dorfgemeinschaft »Wir im Eggetal« bangt um Parkplatz-Sanierung Schlagloch an Schlagloch

Jürgen Nenneker (von links), Horst Kirchhoff, Bernd Wernicke und Sven Becker bangen um die Sanierung des Parkplatzes.

Jürgen Nenneker (von links), Horst Kirchhoff, Bernd Wernicke und Sven Becker bangen um die Sanierung des Parkplatzes. Foto: Eva Rahe

Von Eva Kristina Rahe

Preußisch Oldendorf (WB). Schlaglöcher, Pfützen, Modder: Die Dorfgemeinschaft »Wir im Eggetal« bangt um die Sanierung des Parkplatzes am Haus der Begegnung. Ob und wann die Bagger kommen, ist derzeit völlig ungewiss.

Das Haus der Begegnung ist zu einem zentralen Ort für die Börninghauser geworden. Hier finden im Winter wie im Sommer Veranstaltungen statt, wie zum Beispiel die anstehende Eggetaler Weihnacht oder die Kleine Kaffeedeele. Dabei ist allerdings nicht gesichert, dass die Besucher sicheren und trockenen Fußes zu den Veranstaltungen gelangen. Bei Matschwetter wie im November kann man schon mal in einer Riesenpfütze stecken bleiben. Das verärgert nicht nur die Besucher, sondern vor allem auch jene, die sich seit Jahren um eine bessere und vor allem barrierefreie Parkplatzsituation bemühen.

Sanierungspläne seit 2013

Schon im Jahr 2013 wurde im Rahmen eines Dorfentwicklungskonzeptes die Sanierung des Parkplatzes angeregt. Da nicht alle Besucher des Hauses der Begegnung gut zu Fuß sind, sollte vor allem die Barrierefreiheit des Parkplatzes gesichert werden. Nachdem im Jahr 2015 zusammen mit der Stadt ein Förderantrag erarbeitet und bei der Bezirksregierung Detmold eingereicht wurde, konnten sich die Börninghauser im Sommer 2016 über einen Genehmigungsbescheid freuen.

Detmold wollte die Parkplatzsanierung mit 52 500 Euro fördern. Die Stadt wollte diese Summe noch um maximal 46 300 Euro aufstocken.

Nach der öffentlichen Ausschreibung gab es nach Angaben der Dorfgemeinschaft mindestens drei Angebote von Unternehmen – passiert sei aber nichts. Der Grund hierfür sei gewesen, so Geschäftsführer Jürgen Nenneker, dass keines der Unternehmen den Ausbau für die Summe von 98 800 Euro übernehmen wollte.

Erneute Ausschreibung nötig

Der erste Vorsitzende der Dorfgemeinschaft Horst Kirchhoff sieht eines der Probleme darin, dass in der Ausschreibung plötzlich Kosten aufgeführt worden seien, die so eigentlich nicht eingeplant waren, wie zum Beispiel die Kosten für Bodenproben. Zudem konnte die aktuelle Ausschreibung nicht nachgebessert werden. Dazu wäre eine erneute Ausschreibung nötig.

Das Dilemma der Dorfgemeinschaft ist nun, dass sie quasi über Fördergelder verfügt, diese aber nicht einsetzten konnte. Mit den Neuwahlen der NRW-Landesregierung tat sich ein zweites Problem auf: Der Posten für die Fördergelder wechselte von der Bezirksregierung in Detmold zum Landesministerium für Heimat, Kommunales, Bauen und Gleichstellung nach Düsseldorf. Es war also nun bei einer erneuten Ausschreibung der Baumaßnahmen nicht mehr sicher, dass eine Förderung seitens der Bezirksregierung zustande kommt.

Aus diesem Grund mussten die Beteiligten zunächst eine Verlängerung des Förderantrags stellen, der aktuell noch läuft. Erst wenn die Bezirksregierung für die Förderung weiterhin grünes Licht bekommt, kann eine zweite Ausschreibung seitens der Stadt erfolgen.

Fertigstellung August 2018 geplant

Die Mitglieder der Dorfgemeinschaft befürchten nun, dass es nach der nächsten Ausschreibung wieder zu einem Debakel kommt. Die Vorstandsmitglieder fühlen sich gegenüber ihrem Dorf persönlich in der Verantwortung: »Wir haben damals zusammen auf Wochen und Monate Konzepte entwickelt und den Umbau geplant. Nun stehen wir mit unserem Wort in der Verantwortung«, erklärt Jürgen Nenneker.

Michael Reimann vom Fachbereich Bauen erklärte, dass man den Termin für die Verlängerung des Förderantrags abwarten müsse. Eine erneute Ausschreibung mit angepasstem Leistungsumfang sei dann für das neue Jahr geplant, so dass die Baumaßnahmen im Jahr 2018 umgesetzt werden könnten. »Unser Maximalziel ist es, die Parkplatzsanierung bis zur Jubiläumsfeier im August fertig zu stellen. Um dieses Ziel zu erreichen, werden wir unsere gesamte Kraft einsetzten«,“ betont Reimann.

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