Fr., 18.05.2018

Neubau neben der Alten Schule Lashorst soll Gebäude in Getmold und Hedem ersetzen Ein Gerätehaus für zwei Löschgruppen

Auf dem Grundstück an der Lübbecker Straße 4 in Lashorst (oben) soll ein gemeinsames neues Feuerwehrgerätehaus für die beiden Löschgruppen Getmold und Hedem-Lashorst gebaut werden. Auf dem Areal ist eine Streuobstwiese, am Rand steht ein Fachwerkbogen.

Auf dem Grundstück an der Lübbecker Straße 4 in Lashorst (oben) soll ein gemeinsames neues Feuerwehrgerätehaus für die beiden Löschgruppen Getmold und Hedem-Lashorst gebaut werden. Auf dem Areal ist eine Streuobstwiese, am Rand steht ein Fachwerkbogen. Foto: Arndt Hoppe

Von Arndt Hoppe

Lashorst/Getmold/Hedem (WB). Noch haben die beiden Löschgruppen Getmold und Hedem-Lashorst jeweils eigene Gerätehäuser, die ganz schön in die Jahre gekommen sind. In Zukunft sollen sich beide Gruppen ein gemeinsames Feuerwehrgerätehaus in Lashorst teilen.

Mit einem einstimmigen Beschluss hat der Haupt- und Finanzausschuss die Planungen dafür auf den Weg gebracht. Im Beisein von Stadtbrandinspektor Edgar Hensel und dessen Stellvertreter Ralf Lohrie umriss Bürgermeister Marko Steiner im Ausschuss zunächst das Projekt. Standort des neuen Gebäudes soll ein Grundstück an der Lübbecker Straße 4 neben der Alten Schule in Lashorst werden. Ein Teil der Fläche ist eine Streuobstwiese, auf einer Ecke des Areals steht ein dekorativer Fachwerkbogen mit einer Ruhebank.

»Erforderliche Hilfsfrist wird eingehalten«

»Hedem und Getmold liegen fast vollständig im Außenbereich. Ein Feuerwehrgerätehaus ist dort kein privilegiertes Vorhaben«, erläuterte Steiner. Daher sei die Wahl auf dieses Sondergebiet an der Alten Schule gefallen, das als Gemeindebedarfsfläche für die Feuerwehr entwickelt werden könne. Das biete einerseits den Vorteil, dass das Grundstück nicht gekauft werden müsse, weil es ohnehin im Besitz der Stadt sei. Zudem ergäben sich wirtschaftliche Vorteile aus der Zusammenlegung in ein Gerätehaus.. Der Neubau erfülle langfristig alle Anforderungen an ein modernes Feuerwehrgerätehaus.

Edgar Hensel ergänzte, dass die Feuerwehr den Einsatzradius ermittelt habe: »Nach unseren Berechnungen ist es von diesem Standort aus möglich, die nach dem Schutzziel erforderliche Hilfsfrist von zehn Minuten nach Alarmierung einzuhalten.«

Marko Steiner betonte: »Beide Löschgruppen sind im Vorfeld befragt worden und können sich die Zusammenarbeit am neuen Ort vorstellen.« Auf Nachfrage von Bernd Lömker (UEB) hob Steiner hervor, dass beide Löschgruppen organisatorisch mit eigener Führung erhalten bleiben und sich das neue Gebäude teilen werden. Künftig könnten die Gruppen gemeinsam ausrücken und so die Einsatzfahrzeuge mit mehr Personal besetzen.

Für Streuobstwiese soll Ersatz geschaffen werden

Die Planungen für den Neubau sollen laut Bürgermeister Steiner »mit eigenen Mitteln« erarbeitet werden. »Die Erfahrungen des Kollegen Siegfried Spanehl mit dem Feuerwehrgerätehaus in Bad Holzhausen können in die neue Planung einfließen, angepasst an den neuen Standort«, sagte der Bürgermeister. Die Zufahrt werde definitiv über die Lübbecker Straße erfolgen. Auf Nachfrage von Rolf-Dieter Schütte (CDU), dass die Stadt bezüglich der Anbindung an die Kreisstraße bereits beim Kreis nachgefragt habe, sagte Steiner. »Das muss im Rahmen der Bauleitplanung entsprechend geregelt werden.«

Martin Schiegnitz (Grüne) wollte wissen, ob für die Streuobstwiese, die als Ausgleichsfläche fungiere, Ersatz geschaffen werde. Das sicherte der Bürgermeister zu, fügte aber hinzu: »Die Wiese ist nicht komplett Ausgleichsfläche, sondern nur zum Teil.«

Außerdem merkte der Bürgermeister an, dass er mit dem Vorstand des Heimatvereins Lashorst bereits über das Projekt gesprochen habe, »damit sie es nicht als erstes aus der Zeitung erfahren«.

Baugenehmigung liegt vor

Während die Planung für die Kanaldörfer erst beginnt, liegt die Baugenehmigung für das Feuerwehrgerätehaus in Bad Holzhausen jetzt vor. Das teilte Bürgermeister Marko Steiner im Ausschuss mit. Die Ausschreibungen laufen bereits. Submissionstermin ist der 29. Mai. Dann werden die bis dahin verschlossenen Angebote geöffnet und es wird entschieden, wer den Zuschlag für welche Gewerke erhält.

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