Do., 12.07.2018

Schäden an Löschfahrzeug und Anschaffung im Ausschuss diskutiert Ersatz so schnell wie möglich

Die Feuerwehr Preußisch Oldendorf soll so schnell wie möglich Ersatz für ein altes Löschfahrzeug HLF 20 bekommen.

Die Feuerwehr Preußisch Oldendorf soll so schnell wie möglich Ersatz für ein altes Löschfahrzeug HLF 20 bekommen. Foto: Jörn Hannemann

Von Arndt Hoppe

Preußisch Oldendorf (WB). Die Feuerwehr soll am Standort Preußisch Oldendorf so schnell wie möglich ein neues Löschfahrzeug erhalten. Das hat am Dienstag der Haupt- und Finanzausschuss beschlossen.

»Wegen einiger Schäden an dem Fahrzeug haben wir die interne Rangfolge der Fahrzeuge gegenüber dem Brandschutzbedarfsplan geändert«, erklärte Wehrleiter Edgar Hensel. Er berichtete im Ausschuss von leichten Ölverlusten und Problemen an den Puffern der Achsen sowie der Elektrik: »Das sind aber alles Dinge, mit denen wir sicherlich noch ein halbes Jahr leben können.«

Vorführfahrzeug schneller zu beschaffen

Etwa so lange dauere erfahrungsgemäß die Beschaffung eines Vorführfahrzeugs inklusive Ausschreibung. Die Lieferzeit für ein Neufahrzeug nach erfolgtem Vergabeverfahren beträgt derzeit bis zu 18 Monate. Es wäre also erst 2020 verfügbar. Ein Vorführfahrzeug hingegen könne mit einem kürzeren Verfahren bis Ende 2018 beschafft werden. Diese Fahrzeuge seien in aller Regel besser ausgestattet, weshalb der Preis in etwa einem Neufahrzeug mit Basisausstattung entspreche. Die geschätzten Kosten belaufen sich auf etwa 380.000 Euro.

Das alte Fahrzeug am zentralen Standort Preußisch Oldendorf sei an fast allen Einsätzen im Stadtgebiet beteiligt und somit häufig beansprucht. In den letzten zwei Jahren seien hohe Kosten für Unterhaltung und Reparatur für das Fahrzeug angefallen. Mit weiteren Reparaturen sei zu rechnen.

»Ausschuss frühzeitig informieren«

Im Brandschutzbedarfsplan sind für dieses Jahr insgesamt vier Fahrzeugkäufe für die Freiwillige Feuerwehr vorgesehen, die auch bereits im Haushalt der Stadt eingeplant sind.

Jan Hendrik Maschke (SPD) sagte, er habe gehört, die Reparaturkosten an dem Altfahrzeug hätten in den vergangenen zwei Jahren 50.000 Euro betragen. Er sei der Meinung, über solche erheblichen Mängel hätte der Fachausschuss früher informiert werden müssen. »Die Frage ist doch: Ist das dem Bürger noch zuzumuten? Oder müssen wir die Reißleine ziehen und wohlmöglich noch schneller ein Gebrauchtfahrzeug anschaffen, wenn die Sicherheit der Kameraden oder der Bevölkerung durch das Altfahrzeug in Gefahr ist?«

Hensel rät von Gebrauchtfahrzeug ab

Edgar Hensel sagte, er habe nicht gewusst, dass es die Möglichkeit eines schnelleren Verfahrens ohne Ausschreibung gebe. So sei er von einem halben Jahr als schnellster Variante ausgegangen. »Deshalb habe ich den Antrag entsprechend gestellt«, sagte Hensel. Er riet allerdings vom Kauf eines gebrauchten HLF 20 ab: »Dann fangen wir bald wieder mit den Reparaturen an.«

Hannelore Lösche (Grüne) hielt Maschkes Vorwurf für »reines Theater«. Sie könne sich erinnern, dass die SPD einmal die Anschaffung eines neuen Fahrzeug aus Kostengründen abgelehnt habe. Wolfgang Stork (CDU) sagte: »Wir haben hier einen Vorschlag zur Beschaffung vorliegen. Besser ein passendes Fahrzeug kaufen, als einen Schnellschuss machen.«

Bürgermeister Marko Steiner sagte, er vermute, dass die Beschaffung eines Gebrauchtfahrzeugs nicht erheblich schneller gehe, aber er wolle dies von der Verwaltung prüfen lassen. Unter dieser Vorgabe wurde der Beschluss einstimmig gefasst.

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