Mi., 27.12.2017

Antrag der Fraktion Unabhängig für Rahden Experte soll zu Radverkehr gehört werden

In anderen Städten führt die Polizei schwerpunktmäßig bei Radfahrern Kontrollen durch.

In anderen Städten führt die Polizei schwerpunktmäßig bei Radfahrern Kontrollen durch. Foto: dpa

Von Michael Nichau

Rahden (WB). Auf offene Ohren ist ein Antrag der Fraktion UfR (Unabhängig für Rahden) im Rat der Stadt Rahden gestoßen. Die UfR in Person der Fraktionsvorsitzenden Gundel Schmidt-Tschech wies in dem Antrag, über den am Donnerstagabend beraten wurde, auf die Zustände für Fahrradfahrer in der Stein- und Gerichtsstraße hin. (Diese Zeitung berichtete).

»Es kommt oft zu gefährlichen Situationen der Radler, besonders mit den Nutzern von Rollatoren oder Rollstühlen sowie Passanten, die mit Kinderwagen unterwegs sind und ebenfalls den Gehsteig nutzen«, schreibt die UfR. Besonders gefährlich sei der Gehweg vor der Fontane-Apotheke in der Steinstraße für Kunden, die die Apotheke verlassen, hieß es weiter.

Auch der ADFC soll gehört werden

Deshalb beantragt die Fraktion die Anhörung eines Verkehrsexperten in Verbindung mit einem Fachmann vom ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrradclub). Auch verweist die UfR auf den eigenen Antrag vom Oktober 2017, in dem die Erstellung eines Radwegekonzeptes für die Stadt gefordert wird.

Die Reaktionen im Rat auf diesen Antrag waren durchaus positiv. Dieter Sprado (UfR) stellte klar: »Uns liegt daran, einen Experten zu holen, der nicht nur den Auto-, sondern auch den Radverkehr untersucht.«

Verwaltung begrüßt Vorschläge

Bauamtsleiter Dieter Drunagel machte klar, dass der Antrag der Unabhängigen deutlich in die Fortschreibung des ISEK (Inte­griertes Städtisches Entwicklungskonzept) hineinpasse: »Dort ist angeraten, ein Verkehrskonzept für die Innenstadt zu erstellen, um die Verkehrssicherheit zu optimieren«, sagte er. Für diesen Zweck seien auch bereits Mittel in den Wirtschaftsplan des Straßenbetriebs eingestellt worden.

Es sei »begrüßenswert, wenn ein Vertreter – etwa von ADFC – sich die Verkehrssituation vor Ort anschauen würde«, bemerkte Drunagel. Ohne Beschluss wurde dies von den Ratsmitgliedern zur Kenntnis genommen.

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