Mi., 03.01.2018

Wirtschaftsförderung leitet Potenzialanalyse zum Tourismus ein Bald Kanus auf der Aue?

Werden Kanutouren, wie hier auf der Hunte, bald auch auf der unter Naturschutz stehenden Großen Aue möglich?

Werden Kanutouren, wie hier auf der Hunte, bald auch auf der unter Naturschutz stehenden Großen Aue möglich?

Von Michael Nichau

Rahden (WB). Naherholungsziele im Bereich der Stadt Rahden erfassen und auch zukünftig nutzen – das hat sich die Wirtschaftsförderung der Stadt Rahden vorgenommen. Im entsprechenden Fachausschuss ist eine Projektskizze vorgestellt worden.

»Ziel ist die Erfassung der vorhandenen Strukturen und die Sammlung von Ideen«, erläuterte Wirtschaftsförderin Irina Hanke. Als so genannter »weicher Standortfaktor« sei der Tourismus ein wichtiges Thema für die Stadt Rahden, sagte sie. Und so möchte sich Rahden – wenn es nach dem Willen der Verwaltung geht – als »Vital.NRW-Projekt« bewerben, um Fördermittel zu erhalten. Dem voraus geht eine Potenzialanalyse zum Thema »Naherholung und Vernetzung in der nördlichsten Stadt NRWs«. »Wir wollen feststellen, was hier möglich ist«, erläuterte Hanke.

Was bedeutet dies im einzelnen für die Stadt? So könnte etwa der zentrale Standort Museumshof mit Burgruine und Parkplatz zu einem Ausgangspunkt für Rad- und Carsharing sowie Elektromobilität werden.

Auch sei denkbar, von dort aus auf der Großen Aue Kanutouren anzubieten. »Das haben wir vorher mit der Bezirksregierung Detmold und mit der Biologischen Station abgeklärt«, sagte Hanke. »Wir stehen im Dialog, ob so etwas – trotz des Naturschutzes – möglich ist«, sagte sie. Es gebe Bereiche, die ausgeschlossen blieben, aber grundsätzlich sei so etwas möglich. »Das Stichwort lautet ›Besucherlenkung‹­«, meinte Hanke.

Die Aue erlebbar machen

Für Kinder, Familien und Jugendliche sei denkbar, »die Große Aue achtsam erlebbar zu machen«. Zu denken sei hier an »gelenkten Besuchertouren an ausgewählten Standorten, Lehr- und Erlebnispfade sowie die Errichtung von Fischtreppen, Anlegestellen und Stegen für Kanus«, heißt es in der Vorlage der Verwaltung.

Abgestimmt werden soll das Projekt »Die Große Aue im Lübbecker Land« mit den ortsansässigen Heimatpflegern. Dabei gehe es um die Entwicklung von Rad- und Wanderouten entlang der Großen Aue »von der Quelle bis an die Grenze Niedersachsens« sowie die Aufbereitung, digitale Archivierung, und Verfügbarmachung von gesammelten historischen Dokumenten zum Thema Aue.

Daneben müsse auch der Museumshof barrierefrei ausgebaut und für eine entsprechende Infrastruktur für Veranstaltungen mit Strom und Wasser gesorgt werden. Auch Elektro-Mobilitätsangebote – etwa über »LandEi mobil« – könnten an dieser Stelle verwirklicht werden.

Beginn im Juni 2018

Wie Irina Hanke im Ausschuss erläuterte, soll die Potenzialanalyse zum Thema »Naherholung in Rahden« im Juni 2018 beginnen und innerhalb von zwei bis drei Monaten durchgeführt werden. Zu diesem Zeitpunkt sei möglich, dass die Ergebnisse des sogenannten IKEK (Integriertes Kommunales Entwicklungskonzept) vorlägen, die in die Studie einfließen sollen.

Für das Projekt hat die Stadtverwaltung eine Kostenschätzung vorgelegt. Sie beläuft sich auf etwa 29.940 Euro. Bei einem Förderungssatz von 65 Prozent werde eine Vital.NRW-Zuwendung von etwa 19.500 Euro benötigt und es bleibe ein Eigenanteil, den die Stadt Rahden erbringen müsse.

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