Mo., 16.04.2018

32 Jugendliche aus OWL nehmen an Matheakademie im Rahdener Gymnasium teil So macht Mathe gute Laune

Hohe Motivation und jede Menge gute Laune: Die Rahdener Gymnasiasten Luca Reckmann (von links), Mattis Fieseler, Caitlin Hohmeier und Josephine Engel sind wie ihre 28 Mitstreiter vom dem OWL-weiten Mathematik-Workshop begeistert.

Hohe Motivation und jede Menge gute Laune: Die Rahdener Gymnasiasten Luca Reckmann (von links), Mattis Fieseler, Caitlin Hohmeier und Josephine Engel sind wie ihre 28 Mitstreiter vom dem OWL-weiten Mathematik-Workshop begeistert.

Von Anja Schubert

Rahden (WB). »Das ist eine coole Sache. Es hat total Spaß gemacht, den spannenden Fragen auf den Grund zu gehen. Das ist das, wofür während der Schulzeit keine Zeit bleibt und was durch hohen Praxisbezug einen Sinn gibt.« So begeistert hat sich Mattis Fieseler von der Schülerakademie für Mathematik in Ostwestfalen-Lippe (SAM-OWL) gezeigt.

Die Aktion wurde bereits zum dritten Mal unter Federführung des Rahdener Gymnasiums für Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe EF von Gymnasien aus ganz OWL ausgerichtet. Mit Caitlin Hohmeier, Josephine Engel und Luca Reckmann nahmen drei weitere Rahdener Gymnasiasten an dem Workshop teil. Insgesamt kamen 32 Jugendliche aus 28 Schulen zusammen, um in Teams spannenden mathematischen Fragen auf den Grund zu gehen.

Spannende Fragen

Wie modelliert man den Stratosphärensprung von Felix Baumgartner aus 40 Kilometern Höhe und welche seiner weiteren Ziele hätte der ehemalige österreichsche Basejumper und Extremsportler noch erreichen können, wenn man im Vorfeld einige Parameter hätte ändern können? Wie modelliert man Möbelstücke mit Hilfe kubischer Splines oder erzeugt mit Hilfe geometrischer Verfahren 3D-Bilder? – Stark motiviert beleuchteten die Heranwachsenden nach einem ersten Kennenlernen diese und weitere Fragen im Detail.

Zwei Tage in Petershagen

Zwei Tage beschäftigten sich die Schüler »außer Haus« in der Jugendherberge Petershagen in kleinen Gruppen mit dem kreativen Umgang mit Kurven und Koeffizienten. Hier und da rauchten zwar die Köpfe, die gute Laune und der Forscherdrang wurden dadurch jedoch nicht gebremst. »Spätestens nach dem ersten Abend war das Eis völlig gebrochen. Es macht Spaß, sich mit Gleichaltrigen anderer Schulen auszutauschen«, stellte Luca Reckmann heraus. »Es war eine super Stimmung«, konnten auch Caitlin Hohmeier und Josephine Engel nur bestätigen.

Abschlusspräsentation

Diese setzte sich bei der Abschlusspräsentation der Ergebnisse am Freitag im Rahdener Gymnasium nahtlos fort. Eltern, Sponsoren und weitere Interessierte staunten nicht schlecht darüber, wie die jungen Leute ans Werk gegangen waren und zudem auch darüber nachgedacht hatten, warum sie sich mit solchen Fragestellungen beschäftigen.

In einem kleinen Festakt würdigten der kommissarische Schulleiter Benno Schomaker sowie Rainer Menzel von der Bezirksregierung die Leistungen der jungen Experten.

Zu wenig Plätze

Zwar war die Nachfrage wieder wesentlich größer als die Zahl der zur Verfügung stehenden Plätze, für anfragenden Schulen konnte aber jeweils ein Platz bereit gestellt werden. »Die Teilnehmer sind keine hochbegabten Einzelfälle, sondern junge Menschen, die Spaß an Mathematik und deren Umsetzung in der praktischen Lebenswelt haben«, sagte Koordinatorin Christine Hörnschemeyer. Bereits seit 14 Jahren veranstalte die Bezirksregierung Detmold Schülerakademien für Mathematik, jahrelang nur für die Jahrgangsstufen 6 und 9.

»Dank der finanziellen Unterstützung durch die Osthushenrich-Stiftung und noch weiterer Sponsoren konnte das Mathematik-Camp 2018 erneut auch für Schüler der ›Einführungsphase‹ angeboten werden«, erläuterte die Koordinatorin, die von zwei Kollegen anderer Bildungseinrichtungen sowie von drei Referendarinnen des Zentrums für schulpraktische Lehrerausbildung Minden bei der Workshopbetreuung unterstützt wurde.

Neue Impulse

Zudem stattete erstmalig eine Seminargruppe von Referendaren dem Workshop einen Besuch ab, um neue Impulse zur Förderung mathematisch besonders begabter Schülerinnen und Schüler erhalten. »Vielleicht gelingt es uns auf diese Weise, zukünftige Kolleginnen und Kollegen für diese Aufgabe zu begeistern«, hofft Mathelehrerin Christine Hörnschemeyer.

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