Di., 17.04.2018

Pflanzenbörse des Heimatvereins Varl-Varlheider mit großem Angebot »Mieze Schindler« sucht neues Zuhause

Die Organisatoren Gisela Hähnel (von links), Michael Duffe, Martin Boelk und Annette Meier-Topp freuen sich über die Resonanz.

Die Organisatoren Gisela Hähnel (von links), Michael Duffe, Martin Boelk und Annette Meier-Topp freuen sich über die Resonanz. Foto: Mühlke

Von Heidrun Mühlke

Rahden-Varl/Varlheide(WB). »Geben und Nehmen« lautet in diesem Jahr das Motto für den Saisonstart im »grünen Wohnzimmer«. Die Staudentauschbörse des Heimatvereins Varl-Varlheide ist seit Jahren ein Höhepunkt für alle Hobbygärtner der Region.

Einmal mehr gab es am Samstagnachmittag im Garten der Familie Boelk in Varl ein breitgefächertes Sortiment von Gartenpflanzen jeglicher Art. Über den ganzen Nachmittag verteilt zogen Interessierte mit kleinen oder größeren Transportbehältnissen um die Stände, um preiswerte Stauden, Sträucher, Gehölze und auch manche Rarität, die des Hobbygärtners Herz höher schlagen ließ, zu ergattern. Von A wie Akelei bis hin zu Z wie Ziest, einer heimischen Wildstaude, war für jeden etwas dabei.

Natürlich standen die Pflanzen im Mittelpunkt der Tauschbörse – aber manch einer freute sich ganz besonders über die wertvollen Tipps der Anbieter zur Pflege der just erworbenen Pflänzchen. »Die meisten Leute haben in ihrem Garten irgend etwas zu viel. Der Staudenmarkt ist eine gute Gelegenheit anderen damit eine Freude zu bereiten«, sagte Annette Meier-Topp vom Heimatverein.

Unter den vielen althergebrachten Stauden waren auch Raritäten, wie die alte Erdbeersorte »Mieze Schindler« oder das »Herzgespann«, eine traditionelle Heilpflanze aus dem Bauerngarten zu finden. Mit einem grünen Juwel kam Annekathrin Kluge aus Sundern zur Pflanzentauschbörse. Sie hatte die falsche Alraunwurzel »Tellima« zum Tausch mitgebracht und freute sich über die große Nachfrage.

Seit inzwischen sechs Jahren lockt die Stauden(tausch)börse immer im Frühjahr unzählige Besucher und hat sich mittlerweile zum Geheimtipp bei den Gartenfreunden entwickelt. Diesmal bei idealen Wetterbedingungen – es war weder zu heiß noch regnete es.

»Wieder einmal ist die Resonanz super«, freute sich Michael Duffe, zweiter Vorsitzender des Heimatvereins. Übrigens: Wer keine Stauden zum Tausch anbieten konnte, durfte sich gegen eine Spende etwas mitnehmen.

Aus Ströhen waren Katharina Ismer-Lierenz und deren Mutter Antje Ismer nach Varl gekommen. Sie wurden schnell fündig, um ihren naturnahen Garten mit neuen Stauden zu bestücken. »Die Wiesenwitwenblume und die ›Ochsenzunge‹ sind besonders gut geeignet, um Insekten anzulocken«, wussten die Frauen und packten die Stauden in den Korb.

»Viele Interessierte fragen nach Blühpflanzen, die Bienen und Hummeln gerne mögen«, stellt Martin Boelk erfreut fest. Er ist Spezialist für insektenfreundliche Pflanzen und hatte für die Kunden stets gute Ratschläge parat, um den eigenen Garten bienenfreundlich zu gestalten. »Bienen lieben Wildstauden«, informierte Boelk, Gefüllte Züchtungen sähen zwar schön aus, seien aber nichts für Insekten.

Darüber hinaus gab es am Stand von Achim Kettler selbst gebaute Nisthilfen für Bienen, Meisen und Halbhöhlenbrüter zu erwerben. Nicht allein die Vielfalt des Angebotes war einmal mehr einen Besuch im Boelkschen Garten wert. Der Heimatverein hatte ein großes Büffet selbst gebackener Torten zusammengestellt und bei einer Tasse Kaffee bot sich Gelegenheit zum Fachsimpeln unter den Hobbygärtnern.

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