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Di., 24.06.2014

Projektwoche in Haldem: Grundschüler proben für Musical – Aufführung am Freitag  Reporter berichten über die Arche 

Sewarion, Luca, Jason, Lara, Aylin, Naemi und Nia gehören zur Reportergruppe. Sie werden bis zum Ende der Projektwoche eine kleine Zeitung zusammenstellen und sind dafür mit Diktiergerät und Digitalkamera unterwegs.

Sewarion, Luca, Jason, Lara, Aylin, Naemi und Nia gehören zur Reportergruppe. Sie werden bis zum Ende der Projektwoche eine kleine Zeitung zusammenstellen und sind dafür mit Diktiergerät und Digitalkamera unterwegs. Foto: Nichau

Von Michael Nichau

Haldem (WB). Ein Musical wollen die Mädchen und Jungen der Montessori-Grundschule Haldem aufführen. Dies ist Thema einer Projektwoche. »Noah und die coole Arche«, heißt das Stück, das die Grundschüler mit Hilfe von Bianca Schäfer auf die Bühne in der Schulaula bringen werden. Für die Vorbereitung haben sie nur drei Tage Zeit.

 So ist verständlich, dass bereits gestern Schulkinder und Lehrer emsig beschäftigt waren. In mehreren Arbeitsgruppen wird das Projekt angegangen: Es gibt Bühnenbauer, Schauspieler, einen Chor, Weltkugel-Bauer und Reporter, die über den Ablauf der Aktionen berichten werden.

 Klar, dass die Reporter am Montag erst einmal viele Fragen zu stellen hatten und sich Tipps für ihre Berichterstattung bei der STEMWEDER ZEITUNG holten, bevor sie mit Diktiergerät und Digitalkamera loszogen, um eigene Berichte über die einwöchige Schulaktion zu verfassen. Diese sollen am Freitag in Form einer kleinen Zeitung veröffentlicht werden.

 Am Freitag – der Donnerstag ist für die Generalprobe des Stückes reserviert – wird es dann ernst: Alle Gruppen stellen ihre Ergebnisse in zwei Aufführungen des Musicals vor, einmal um 8 und einmal um 10 Uhr.

 »Noah und die coole Arche« wird vom Landesprogramm NRW, Schule und Kultur gefördert. Pädagogin Bianca Schäfer hat die Leitung des Projektes, teilte die Kindergruppen ein, die jeweils von Lehrkräften betreut werden. Bereits vor zwei Jahren hatte Schäfer ein ähnliches Projekt an der Ulderup-Grundschule geleitet. »Damit waren wir sehr zufrieden«, sagte Schulleiterin Martina Weiffen-Flore.

 Erneut handele es sich um ein Projekt mit religiösen Inhalten beziehungsweise einer biblischen Geschichte. »Das passt auch zu unserer Zusammenarbeit mit Gemeindepfarrer Michael Beening«, erläuterte die Schulleiterin die Themenwahl.

 Wichtig sei vor allem die übergreifende Zusammenarbeit der Gruppen: »Alleine klappt bei so einem Projekt nichts«, weiß die erfahrene Lehrerin. Der Klassenverband an der Haldemer Montessori-Grundschule ist für die Zeit von einer Woche aufgelöst. Schülerinnen und Schüler der unterschiedlichen Klassenstufen verteilen sich – je nach Neigung und Vorlieben – auf die Vorbereitungsteams.

 Interessen wechseln

»Im vergangenen Jahr war ich im Chor. Diesmal male ich Tiere für den Kulissenbau«, meinte einer der Schüler. Andere, zuletzt eher tänzerisch beschäftigt, wollen diesmal als Schauspieler auftreten. Viel Zeit nahm dabei die Rollenverteilung in Anspruch. »Das Spielen klappt dann schon leichter«, meinte eine der Lehrerinnen.

 In der Turnhalle stand gestern Tanz auf dem Programm. Dabei gibt es von Seiten der Projektleitung klare Anweisungen für die »Choreografie«: »Fuß rechts, hinten; rechts ran und so weiter« steht auf einem Arbeitsblatt geschrieben, mit dem der Tanz zum Musikstück »Ein neues Leben« einstudiert werden soll.

 Ob so ein Tanz immer so genau verwirklicht werden kann, wie auf dem Papier beschrieben? Macht nichts: »Wir haben großen Spaß«, freuten sich die Tänzerinnen in der Sporthalle noch ein wenig atemlos von den Bewegungen.

 »Das Projekt wird vom Land seit einigen Jahren angeboten und muss frühzeitig beantragt werden«, erläuterte Martina Weiffen-Flore. »Die Organisatoren haben das Ziel, Kinder künstlerisch und musikalisch zu fördern und ich glaube, das gelingt hier ganz gut. Es sind auch alle Schulfächer irgendwie beteiligt: Kunst, Musik, Religion, Deutsch bei den Reportern und rechnen müssen wir bei der Herstellung der Weltkugeln, denn die Kontinente werden im genauen Maßstab aufgeklebt«, erläutert die Schulleiterin. Sie freut sich schon auf die Aufführungen am Freitag.

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