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Do., 07.12.2017

Kommentar zu Bürgeranträgen zur Vermeidung von Randale in Dielingen Hoffentlich bleibt es friedlich

Rund um das Dielinger Gemeindehaus haben sich in den vergangenen Jahren immer wieder unerwünschte Vorfälle ereignet. Bürger, darunter Pfarrer Beening, haben jetzt vorbeugende Maßnahmen beantragt, über die der Gemeinderat entscheiden muss.

Rund um das Dielinger Gemeindehaus haben sich in den vergangenen Jahren immer wieder unerwünschte Vorfälle ereignet. Bürger, darunter Pfarrer Beening, haben jetzt vorbeugende Maßnahmen beantragt, über die der Gemeinderat entscheiden muss. Foto: Dieter Wehbrink

Von Dieter Wehbrink

War es Zufall, dass während der Kontrollen durch Beschäftigte der Gemeinde keine Auffälligkeiten rund um das Dielinger Gemeindehaus festgestellt wurden? Schöpfte die dortige »Klientel« etwa Verdacht und benahm sich kurzzeitig brav? Oder hat sich die Lage tatsächlich beruhigt, weil die Jugendlichen, die sich dort zwar immer noch treffen, »vernünftiger« geworden sind?

Fest steht: Die Fakten sprechen nach diesen Inspektionsfahrten zunächst für den Vorschlag der Gemeindeverwaltung, zunächst alles beim Alten zu belassen. Dennoch: Ein ungutes Gefühl bleibt angesichts von früheren wiederkehrenden Alkohol-Exzessen, blinder Zerstörungswut und Lärm.

Auf keinen Fall dürfen die Vorwürfe von Pfarrer Michael Beening – er wohnt direkt am Gemeindehaus und kennt die Situation wie kein anderer – und Angelika Kalmey als »überzogen« oder gar als »unzutreffend« abgetan werden. Wer Anlieger oder gar als Verein »Raum für Gemeinde« Besitzer des Gemeindehauses ist, der kann ein langes Lied darüber singen, welche unerfreulichen Vorfälle es hier schon gegeben hat. Und auch die Elterninitiative, die so viel Herzblut in ihren neuen attraktiven Spielplatz gesteckt hat, wird zumindest unterschwellig immer in Sorge um ihre schönen, teuren Spielgeräte sein.

Hoffentlich erweist sich der von der Gemeindeverwaltung festgestellte »befriedete Zustand« als dauerhaft stabil. Falls nicht, sollten sich Anlieger und Betroffene nicht scheuen, ihre Anträge konsequent zu wiederholen.

Unproblematischer für den Gemeinderat ist da schon die zu erwartende Absegnung der Sitzbank-Pläne am Storchennest. Die dort geplante Infotafel bereichert den Nahtourismus für Dielingen. Und weil nur noch eine Bank statt zwei kommen soll, die – im Gegensatz zur Bushaltestelle am Gemeindehaus – auch nicht überdacht ist, muss die Sorge vor einem sozialen Brennpunkt nicht allzu groß sein.

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