Di., 06.03.2018

Lacher ohne Ende: Heimatbühne Stemweder Berg führt Lustspiel auf Loses Mundwerk, viel Geläster

Eine Szene aus dem Stück »Sluderkraam in Pollmanns Gaarn«: Michael Hansen (Thorsten Geldmeyer) freut sich, dass er Unterschlupf bei Anni Pollmann (Marianne Hohlt) finden kann.

Eine Szene aus dem Stück »Sluderkraam in Pollmanns Gaarn«: Michael Hansen (Thorsten Geldmeyer) freut sich, dass er Unterschlupf bei Anni Pollmann (Marianne Hohlt) finden kann.

Von Heidrun Mühlke

Stemwede (hm). Zwar hat die Nachbarschaft nichts zu lachen, wenn Anni Pollmann loslegt, die Zuschauer aber umso mehr. Sie haben sich prächtig bei der Premiere der Heimatbühne Stemweder Berg amüsiert.

Das Ensemble servierte am Sonntagnachmittag den plattdeutschen Dreiakter »Sluderkraam in Pollmanns Gaarn« in der voll besetzten Wehdemer Begegnungsstätte.

Die Charakterrolle der Anni Pollmann hatten die Laiendarsteller mit Marianne Hohlt besetzt und die zeigte einmal mehr voller Hingabe ihr schauspielerisches Talent. Aber auch die anderen Rollen waren glänzend besetzt und die Feierabendmimen verkörperten die Figuren, als ob die Schauspielerei ihr Haupterwerb wäre.

»Dass es hier nicht zugeht wie bei Sodom und Gomorrha!«

Witwe Anni Pollmann entgeht nichts, dabei greift sie skrupellos zu allen Mitteln, um ihre Nachbarn auszuspionieren: Sie belauscht die Gespräche und öffnet heimlich deren Post aus dem Briefkasten. Dabei bringt sie so manche aufgeschnappte Neuigkeit durcheinander und legt mit Vorliebe einen »drupp«. Sie kann ihr loses Mundwerk einfach nicht halten und lästert auch gerne über jeden ab. Sowieso muss sie ständig ein Auge darauf haben, dass es, wie sie sagt »hier nicht zugeht wie bei Sodom und Gomorrha!«

Turbulent wird das Bühnengeschehen, als Anni den Nachbarsjungen Michael Hansen, verkörpert von Thorsten Geldmeyer, ein Dach über dem Kopf bietet, weil dessen Eltern Gesine und Dieter Hansen, gespielt von Annika Marten und Hartmut Winkelmann, sein Zimmer an den Schriftsteller Joachim Troll (Friedrich Strümp­ler) vermietet haben. Auf den hat Nachbarin Maria Schäfer (Ines Fieseler) ein Auge geworfen.

Damit nicht genug. Als Annis Neffe Heinrich Kästner (Thomas Meyer) mit seiner Verlobten Susanne Lottmann (Stefanie Klepper) von ihrer Pilcherreise (ja richtig: Pilcherreise, auf den Spuren von Rosamunde Pilcher), was laut Susanne die Seele so herrlich frei mache – zurückkehren, suchen auch sie Asyl bei Anni.

Weitere Aufführungen

Dann taucht auch noch der Obdachlose Andreas Berger (Manfred Quebe) im Garten auf und bittet um Unterkunft. Und damit beginnen die Turbulenzen im Hause Pollmann und das Blatt wendet sich. Mehr sei an dieser Stelle nicht verraten, denn nach der gelungenen Premiere ist die Komödie in der Wehdemer Begegnungsstätte noch am Samstag, 10. März, 20 Uhr, Sonntag, 11. März, 19 Uhr, Samstag, 17. März, 20 Uhr, und schließlich am Sonntag 18. März, 19 Uhr, zu sehen.

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