Do., 08.03.2018

Am 24. Juni: Tag des offenen Hofes und Kreistierschau bei Apings in Westrup Ein Fest rund um die Landwirtschaft

Julian Aping und sein Vater Wilfried im neuen Kälberstall: Hier werden die Tiere auf Stroh gehalten und von Milch- auf Raufutter umgestellt. Der Hof der Aping ist am 24. Juli die Kulisse für den Tag des offenen Hofes, der erstmals im Mühlenkreis mit der Kreistierschau verbunden ist.

Julian Aping und sein Vater Wilfried im neuen Kälberstall: Hier werden die Tiere auf Stroh gehalten und von Milch- auf Raufutter umgestellt. Der Hof der Aping ist am 24. Juli die Kulisse für den Tag des offenen Hofes, der erstmals im Mühlenkreis mit der Kreistierschau verbunden ist. Foto: Dieter Wehbrink

Von Dieter Wehbrink

Stemwede (WB). Tiere streicheln, preisgekrönte Milchkühe, Fleischrinder und Hühnerrassen bewundern und viel über die Landwirtschaft erfahren – das alles bekommen die Besucher am 24. Juni rund um die Kälberställe der Familie Aping in Westrup geboten.

Am Mittwoch stellten die Organisatoren aus den Reihen des Landwirtschaftlichen Kreisverbands, der Kreistierzüchtervereinigung und der Landfrauen das Programm vor. Die Familie Aping veranstaltet am 24. Juni einen Tag des offenen Hofes. Sie zieht in ihren neuen, licht- und luftdurchfluteten sowie mit Stroh eingestreuten Ställen 480 Kälber auf. Sie kommen als Milchsauger auf dem Hof und wachsen dann zu so genannten Fressern heran – das heißt, sie können dann schon Mais und Heu fressen. Ist dieses Ziel erreicht, werden die »Fresser« über die Westfleisch an Mäster verkauft.

In Nachbarkreisen bestens bewährt

Auf den anliegenden Flächen des Hofes Aping wird am 24. Juni auch die Kreistierschau veranstaltet. Die Aussteller präsentieren Milchvieh, Fleischrinderrassen, Pferde, Schafe, Geflügel und Kaninchen. Ziel ist es, dass die Besucher mit der Kombination beider Veranstaltungen den heimischen grünen Berufszweig in seinen vielfältigen Facetten hautnah erleben können. Erstmals wird die Kreistierschau, die sonst im vierjährigen Rhythmus in Preußisch Ströhen durchgeführt wurde, mit einem Tag des offenen Hofes verbunden. Dieses Konzept hat sich in Nachbarkreisen, etwa im Osnabrücker Raum, bestens bewährt.

In Westrup bekommen die Besucher auch Landmaschinen, Wissenswertes zu Ackerfrüchten und ein Hofquiz mit wertvollen Preisen geboten. Trecker-Oldtimer, die Rollende Waldschule der Jägerschaft, eine Imkerausstellung, und altes Handwerk bereichern das vielfältige Erlebnisprogramm. Auf die kleinen Besucher warten Tiere zum Anfassen, Trecker-Karussell, Strohburg, ein Kinder-Kleinmähdrescher, ein Trettrecker-Parcours, ein Glücksrad, Käsewürfel, ein »Fühlhaus« sowie ein Wettmelken. »Wir möchten den Verbrauchern auf vielfältige Weise unsere zeitgemäße und doch bodenständige Landwirtschaft erläutern und (be)greifbar machen«, betonen die Organisatoren. Für Bewirtung, etwa Grillsachen oder dem Café der örtlichen Landfrauen, ist gesorgt.

Organisatoren danken Familie Aping

Die Bereitschaft der Familie Aping, ihren Hof für eine derart große Veranstaltung mit 4000 erwarteten Besuchern anzubieten, erhielt gestern viel Lob. Dieses Engagement würdigen unter anderem Rainer Meyer und Holger Topp (Landwirtschaftlicher Kreisverband), Konrad Kanning und Andreas Gülker (Kreistierzüchtervereinigung), Gudrun Nobbe und Anke Hesekamp (Landfrauen Stemwede), Dr. Inge Uetrecht (Kreislandfrauen), Joachim Schmedt (Vorsitzender des Landwirtschaftlichen Gemeindeverbandes Stemwede und Werner Bahnemann (Gemeinde Stemwede).

Deshalb scheidet Preußisch Ströhen aus

Warum wird die Kreistierschau nach vielen Jahrzehnten im vierjährigen Rhythmus nicht mehr in Preußisch Ströhen auf dem Sport- und Reitgelände durchgeführt? Die Antwort darauf gab gestern Konrad Kanning von der Kreistierzüchtervereinigung.

»Das hervorragende Gelände in Preußisch Ströhen und die Unterstützung vor Ort waren zwar eine wesentliche Grundlage für die Großveranstaltung in den vergangenen Jahrzehnten«, sagte er dieser Zeitung. »Für diese Unterstützung bedanken wir uns auch ausdrücklich. Allerdings geht die Entwicklung weiter. Die landwirtschaftlichen Betriebe und besonders die Zuchtbetriebe werden weniger. Der organisatorische Aufwand für eine zweitägige Veranstaltung war nicht unerheblich und das Zuschauerinteresse am ersten Tag doch eher begrenzt.« Kanning nannte ein Beispiel: »Wurden in den 70er Jahren 270 Milchkühe zum Wettbewerb der Tierschau gebracht, so werden es in diesem Jahr nur 70 Kühe sein.« D

ie Gesamtsituation habe den Vorstand der Kreistierzüchtervereinigung veranlasst, in Absprache mit dem Landwirtschaftlichen Kreisverband die Tierschau eintätig gemeinsam mit dem Tag des offenen Hofes und damit an wechselnden Standorten durchzuführen, sagte Kanning.

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