Do., 17.05.2018

Blickfang vor Mühle: Oldtimer-Fans der britischen Luxusmarke steuern Oppenwehe an Stilvoll gekleidet im Jaguar unterwegs

Ein ungewohntes, aber reizvolles Bild an der Oppenweher Mühle. Not macht erfinderisch: Hier dient die Stoßstange der edlen englischen Jaguar-Limousine als Schuhständer für die High Heels von Elif Hofmann.

Ein ungewohntes, aber reizvolles Bild an der Oppenweher Mühle. Not macht erfinderisch: Hier dient die Stoßstange der edlen englischen Jaguar-Limousine als Schuhständer für die High Heels von Elif Hofmann.

Von Heidrun Mühlke

Stemwede (WB). Das waren noch Zeiten, als Autos mit glänzenden Chromteilen und Weißwandreifen zu begeistern wussten. Einmal im Jahr begeben sich die wenigen noch verbliebenen klassischen großen Jaguar-Limousinen der 50er Jahre, die so genannten »Big Saloons« auf Spritztour.

Jetzt haben die Prachtexemplare an der Oppenweher Bockwindmühle Halt gemacht. Mühlengruppen-Vorsitzender Karl-Heinz Bollmeier erklärte den Gästen gern die Funktionen der Mühle.

Es gebe heute nur noch wenige Restexemplare dieser schicken Jaguar-Luxus-Limousinen, erläuterte Gerrit Balken, der mit seiner Frau Maria seinen Jaguar-Saloon Mark IX aus dem Baujahr 1959 auf das Mühlengelände gesteuert hatte. Darum bot sich vor der Mühlenkulisse ein einmaliges Bild, denn hier standen nebeneinander zwölf der Oldtimer, blank poliert, nebeneinander. Die Teilnehmer dieser dreitägigen Landpartie im englischen Stil – die Gentlemen im feinen Tweed und die Ladys mit Hut und passender Garderobe – steuerten einige Ziele an, darunter den Kirchplatz in Bad Essen, das Schloss der Familie von Hammerstein in Gesmold sowie das Automatenmuseum von Gauselmann im Schloss Benkhausen.

13 edle Limousinen

Die Teilnehmer dieser Landpartie waren angereist aus Hamburg, Freiburg und Oberbayern. Insgesamt waren 13 Jaguar-Limousinen bei bestem Frühlingswetter unterwegs. Die Tour der »Big Saloons« wird jedes Jahr in anderen Gegenden ausgerichtet. Im zurückliegenden Jahr waren die Fahrer in England zusammengekommen, davor in den Niederlanden. In diesem Jahr haben Gerrit und Maria Balken aus Lemförde die Tour organisiert.

18 Liter Sprit auf 100 Kilometer

Mit 193 Stundenkilometern seien die Limousinen die schnellsten in der damaligen Zeit gewesen, erklärte Balken. Der Verbrauch liege heute bei etwa 18 Litern auf 100 Kilometern. »Bei zügiger Fahrweise durchaus etwas mehr«, gibt der Organisator zu. Er sei seit 1984 im Besitz seines Jaguars.

Ausgestattet sind die chromglänzenden Schätzchen mit leistungsstarken 220 PS, innen mit Walnussfurnier, edlen Ledersitzen und herausklappbaren Teetischen. Auch heute noch gelten die Fahrzeuge moderner Bauart, von Kennern gern auch als »britische Katze« bezeichnet, als Limousinen der Upper Class.

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