Mi., 13.06.2018

Freiwillige Helfer richten Rettungspunkte im Stemweder Berg ein Info-Tafeln führen Retter zum Notfall

Mitglieder der Westruper Dorfwerkstatt und der Löschgruppen Wehdem, Westrup und Oppendorf haben die Rettungspunkte im Stemweder Berg eingerichtet.

Mitglieder der Westruper Dorfwerkstatt und der Löschgruppen Wehdem, Westrup und Oppendorf haben die Rettungspunkte im Stemweder Berg eingerichtet. Foto: Heidrun Mühlke

Stemwede (hm). Angenommen, im Stemweder Berg verunglückt jemand und benötigt die Hilfe von Feuerwehr oder Rettungsdienst. Ein Notruf wird abgesetzt, aber wie beschreibt man den Einsatzkräften ihre genaue Position?

Was in bewohnten Gebieten anhand von Straßennamen und Hausnummern ein Kinderspiel ist, wird im Wald zur echten Herausforderung.

Für solch einen Notfall wurden die Rettungspunkte im Stemweder Berg eingerichtet und mit Schildern kenntlich gemacht. Auf ihnen sind ortsspezifische Bezeichnungen, beispielsweise MI-STW 123, und die europaweit einheitliche Notrufnummer 112 angegeben. Im Falle eines Unfalls können diese Punkte angegeben werden.

42 Rettungspunkte auf Stemweder Gebiet

Jetzt stellten Mitglieder der Westruper Dorfwerkstatt sowie der Löschgruppen der an den Stemweder Berg angrenzenden Orte Westrup, Wehdem und Oppendorf die Tafeln in der nordrhein-westfälischen Hälfte des Stemweder Berges auf.

Insgesamt sind im Waldgebiet des Stemweder Berges 58 der markanten Rettungspunkte eingerichtet, 42 davon im Stemweder Gebiet. »Die Rettungspunkte sind nur dort aufgestellt, wo Ausflügler oder Waldarbeiter auch ein Netz haben und einen Notruf absetzen können«, erklärte Karl-Friedrich Eigenbrodt, der vor gut fünf Jahren die Idee hatte, auch im Stemweder Berg solche Stellen einzurichten.

Position kann mit QR-Code gescannt werden

Standorte und Zufahrtswege der digitalisierten Rettungspunkte sind sowohl der Leitstelle als auch den Einsatzkräften von Feuerwehr und Rettung bekannt. »Hilfesuchende müssen bei ihrem Notruf die Bezeichnung des entsprechenden Rettungspunktes nennen«, erklärte Eigenbrodt. Begleiter oder Passanten hätten die Möglichkeit, Rettungskräfte am Rettungspunkt zu treffen und zur Unfallstelle im Wald zu führen.

Die Rettungspunkte kann jeder nutzen. Erholungssuchende, Spaziergänger, Pilzsammler oder Waldarbeiter. Wichtig sei, sich den nächstgelegenen Rettungspunkt zu merken. Bei ausreichender Internetverbindung haben in Not geratene Personen außerdem die Möglichkeit, sich die Lage der Rettungspunkte auf einer Karte anzuschauen. Dazu wird der QR-Code gescannt.

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