Do., 21.12.2017

Landgericht Paderborn: Familienvater aus Altenbeken sagt unter Ausschluss der Öffentlichkeit aus Missbrauchsprozess: Anklage zählt mehr als 600 Taten auf

Das Land- und Amtsgericht in Paderborn.

Das Land- und Amtsgericht in Paderborn. Foto: Bernd Thissen

Paderborn/Altenbeken (dpa). Wegen sexuellen Missbrauchs von Minderjährigen in mehr als 660 Fällen muss sich seit Donnerstag ein 47-jähriger Mann vor dem Landgericht Paderborn verantworten. Der Familienvater aus Altenbeken soll sich über Jahre an seinem Sohn, einer Stieftochter sowie an zwei Töchtern von Bekannten sexuell vergangen haben.

Allein 570 einzelne Missbrauchsfälle betreffen nach Einschätzung der Staatsanwaltschaft den mittlerweile 21 Jahre alten Sohn.

Zum Prozessauftakt sagte der Angeklagte, der seit Sommer in Untersuchungshaft sitzt, unter Ausschluss der Öffentlichkeit aus. Nach Angaben der Richterin räumte er die angeklagten Taten hinsichtlich der Mädchen ein, hat aber jegliche Übergriffe auf seinen Sohn bestritten. Laut Anklage soll der Missbrauch am ihm im Alter von sechs Jahren begonnen haben.

Die große Jugendkammer des Landgerichts noch zwei weitere Verhandlungstage angesetzt. Ein Urteil soll am 5. Januar fallen.

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