Sa., 03.03.2018

Altenbeken: Kernteams für Träger- und Förderverein stecken den Rahmen ab Realschule geht an den Start

Die Köpfe der künftigen Realschule Altenbeken, Ingo Kröger für den Trägerverein und Nicole Starke für den Förderverein, vor dem Altenbekener Schulgebäude. Starten soll der Unterricht im Sommer 2019 mit mindenstens zwei Klassen. Bei einer Informationsveranstaltung am 22. März werden die konrekten Pläne vorgestellt.

Die Köpfe der künftigen Realschule Altenbeken, Ingo Kröger für den Trägerverein und Nicole Starke für den Förderverein, vor dem Altenbekener Schulgebäude. Starten soll der Unterricht im Sommer 2019 mit mindenstens zwei Klassen. Bei einer Informationsveranstaltung am 22. März werden die konrekten Pläne vorgestellt. Foto: Förderverein

Altenbeken (WB/bel). Die neue private Realschule in Altenbeken gewinnt an Form und Inhalt. Gebildet haben sich inzwischen feste Gruppen für einen Träger- und Förderverein mit Sprechern. Bereits im Sommer 2019 soll es mit mindestens zwei Klassen zu je 25 Schülern an den Start gehen.

Als Sprecher des privaten Schulträgervereins fungiert Ingo Kröger, Lehrer am Berufskolleg Schloss Neuhaus, der selber zwei Söhne an der Grundschule Altenbeken hat. Kröger zur geplanten Ausrichtung der Schule: »Alle Schüler, gleich welche Grundschulempfehlung sie erhalten haben, sollen unsere Realschule besuchen können und damit den Vorteil der wohnortnahen Schule genießen. Neben dem normalen Realschulabschluss kann auch der mit Qualifikations-Vermerk erworben werden, um anschließend an einem Gymnasium, einer Gesamtschule oder einem Berufskolleg Abitur zu machen.« Für den Besuch der Schule muss kein Schulgeld gezahlt werden.

Vom Konzept her geht man von einem 60-stündigen Unterricht aus

Diejenigen Kinder, die die Erprobungsstufe nicht mit einer Versetzung in die Klasse 7 der Realschule abschließen können, sollen die Schule aber nicht verlassen müssen, so Kröger und die Sprecherin des künftigen Schulfördervereins Nicole Starke in einer gemeinsamen Presseerklärung. Die Schüler würden weiter in ihrem gewohnten schulischen Umfeld im Bildungsgang Hauptschule unterrichtet, um sie auf einen Hauptschulabschluss oder auch den Mittleren Schulabschluss vorzubereiten.

»Als sogenannte ›Realschule plus‹ soll unsere Schule eben eine Schule für alle sein«, so die beiden. Bereits in den kommenden Monaten wollen sich die beiden Vereine auch formaljuristisch gründen, um so die Genehmigung beim RP und auch die erforderlichen Verträge mit Lehrern und natürlich den Eltern der künftigen Schüler schließen zu können.

Vom Konzept her geht man von einem 60-stündigen Unterricht im ersten Jahr aus, pro Klasse dann 30 Stunden. Die Fächer werden wie bei einer »normalen« öffentlichen Realschule Deutsch, Mathematik, Englisch, Naturwissenschaften, Gesellschaftswissenschaften, Sport, Religion sowie Kunst und Musik sein. Ab Klasse 6 kommt dann noch eine weitere Fremdsprache hinzu.

Je nach Fächerkombination setzt sich dann natürlich auch die Anzahl der anzustellenden Lehrer zusammen.

Um nach der ersten Informationsveranstaltung mit 200 interessierten Eltern konkret die Planungen weiter vorantreiben zu können, laden die Teams des Träger- und Fördervereins noch vor den Osterferien am Donnerstag, 22. März, ab 19 Uhr in die Altenbekener Schulaula am Gardeweg ein. Eingeladen sind nicht nur interessierte Eltern, sondern auch Lehrkräfte sowie Bürger, die die Schulgründung unterstützen möchten. An diesem Abend werden sich der dann gegründete Träger- und Förderverein vorstellen und über den Fortgang der Realschulplanung berichten.

Kröger und Starke weisen ausdrücklich darauf hin, dass die private Realschule einer staatlichen Schule weitestgehend gleichgestellt sei. Die hier erworbenen Abschlüsse seinen gleichwertig, im Gegensatz zu staatlichen Schulen seien Privatschulen aber nicht an Mindestschülerzahlen gebunden. Dies habe in den vergangenen Jahren oft zur Nichtgenehmigung von Schulen in Altenbeken geführt.

Landeszuschuss von maximal 94 Prozent der Kosten

 

Die Finanzierung der Schule erfolgt in der Hauptsache über einen Landeszuschuss von maximal 94 Prozent der Kosten einer vergleichbaren öffentlichen Schule. Daraus werden die Personal- und Sachkosten bestritten. Der sechsprozentige Eigenanteil kann über einen Zuschuss der Gemeinde aufgebracht werden. So wird auch ein Schulgeld der Eltern vermieden. Begleitet wird der Trägerverein bereits jetzt durch externe Berater.

Einen wichtigen Beitrag wird aber auch der Förderverein leisten. Während der recht kleine Trägerverein insbesondere die Verwaltungs- und Vertragsangelegenheiten mit Lehrern und Eltern regelt, soll der breit aufgestellte Förderverein den Trägerverein finanzieren und bei der Anschaffung von Lehr- und Freizeitmaterial helfen. Auch Projekte, Exkursionen oder Arbeitsgemeinschaften will der Verein unterstützen, so Nicole Starke, Erzieherinn und Mutter von zwei Kindern im Grundschulalter. Hilfreich neben den freiwilligen Elternbeiträgen wären natürlich auch eingeworbene Spendengelder.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.

Google-Anzeigen

© WESTFALEN-BLATT
Vereinigte Zeitungsverlage GmbH

Alle Inhalte dieses Internetangebotes, insbesondere Texte, Fotografien und Grafiken, sind urheberrechtlich geschützt. Verwendung nur gemäß der Nutzungsbedingungen.

Mehr zum Thema

Anzeige


http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5567075?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198401%2F2851060%2F