Di., 13.03.2018

Zahl der Straftaten geht zurück – Abschiebehaftanstalt wirkt sich für Büren in der Statistik negativ aus Stöckerbusch wird zum Sonderfaktor

Großeinsatz der Polizei im vergangenen Jahr im Riemekeviertel: In der Innenstadt von Paderborn werden die meisten Straftaten begangen.

Großeinsatz der Polizei im vergangenen Jahr im Riemekeviertel: In der Innenstadt von Paderborn werden die meisten Straftaten begangen. Foto: Ingo Schmitz

Paderborn (WB/itz). Die mit Abstand meisten Straftaten sind auch im vergangenen Jahr in der Paderborner Innenstadt verübt worden. Danach kommt schon Büren. Das hat einen statistischen Hintergrund.

Vor allem an den Wochenenden, so Polizeisprecher Ulrich Krawinkel, kam es in Paderborn zu Anzeigen. Das häufigste Delikt ist und bleibt der Diebstahl. Hier gab es insgesamt 4761 Fälle. Allerdings gingen die Zahlen für Paderborn im Vergleich zum Vorjahr deutlich zurück. Im Jahr 2016 gab es insgesamt 13.497 Straftaten. 2017 waren es 12.032.

Die Kommune mit den zweitmeisten Straftaten war im vergangenen Jahr die Stadt Büren. Hier gingen 1818 Fälle in die Statistik ein. Das sind 465 Taten mehr als noch im Jahr 2016. Durch die Abschiebehaftanstalt Stöckerbusch fließen sämtliche Verstöße gegen das Aufenthalts-, Asyl- und Freizügigkeitsgesetz mit in die Statistik für Büren ein, obwohl die Betroffenen aus dem gesamten Bundesgebiet kommen. Werden die Asylverstöße aus der Statistik herausgerechnet, so ist die Zahl der übrigen Straftaten sogar um 386 auf 748 gesunken, teilt die Polizei mit. Das entspricht einem Rückgang um ein gutes Drittel.

Zahl der Diebstähle sinkt um mehr als die Hälfte

Die Zahl der Diebstähle sank sogar um mehr als die Hälfte auf nur noch 224 Fälle. Es wurden nur 28 Ladendiebstähle registriert. Im Vergleich dazu Paderborn: Hier wurden im Jahr 2017 1086 Ladendiebstähle zur Anzeige gebracht.

Auf Platz drei der Kriminalitätsstatistik lag im vergangenen Jahr die Stadt Delbrück. Hier wurden 1025 Straftaten aufgenommen. Platz vier geht an die Stadt Salzkotten. Hier wurde ein Rückgang um 225 Fälle festgestellt (869 statt 1094 Fälle). Die Körperverletzungsdelikte sanken von 117 auf 71. Auch Raub, Sexualstraftaten und andere Rohheitsdelikte wurden seltener zur Anzeige gebracht.

Auf Platz fünf folgt Bad Lippspringe. Trotz Landesgartenschau mit rund 600.000 Besuchern ging die Zahl der Straftaten auch hier zurück. 811 waren es 2017 und 926 im Jahr 2016.

Hövelhof belegt mit 654 Straftaten Platz sechs der Statistik. Nach der Schließung der Flüchtlings- Unterbringungseinrichtung in Staumühle reduzierten sich die Straftaten um 400 Fälle. Deutlichen Anteil hatten daran die Rohheitsdelikte sowie Laden- und Fahrraddiebstähle, die sanken.

Die weiteren Plätze der Kriminalitätsstatistik gehen an Bad Wünnenberg (2016: 399/2017: 346), Altenbeken (413/293), Borchen (351/280) und die Gemeinde Lichtenau (266/178).

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