Mi., 21.02.2018

Karl-Hansen-Klinik bietet neues Therapiekonzept Schmerzstation erweitert

Ein Teil des Teams der Schmerzstation in der Karl-Hansen-Klinik (von links): Torsten Scheipers, Daniela Linse, Dr. Theo Schaten, Jana Dietrich, Dr. Udo Dietrich, Uta Diederich, Ulrike Brinkoch und Sylvia Göttgens.

Ein Teil des Teams der Schmerzstation in der Karl-Hansen-Klinik (von links): Torsten Scheipers, Daniela Linse, Dr. Theo Schaten, Jana Dietrich, Dr. Udo Dietrich, Uta Diederich, Ulrike Brinkoch und Sylvia Göttgens. Foto: Claudia Reichstein

Bad Lippspringe (WB). Die Schmerzstation der Karl-Hansen-Klinik Bad Lippspringe unter der Leitung von Chefarzt Dr. Theo Schaten hat ihre Kapazität von elf auf 15 Betten erweitert. Alle Zimmer befinden sich in einem neuen Trakt.

Die Schmerzstation der Karl-Hansen-Klinik wurde 2013 eröffnet, und gleich im ersten Jahr wurden 192 Patienten behandelt. Die Zahl der Patienten stieg in der Folgezeit kontinuierlich an: 2016 waren es schon 275. Die Wartezeit auf einen stationären Behandlungsplatz richtet sich nach der Dringlichkeit und beträgt etwa vier Wochen.

»Das Wohlfühlen spielt bei uns eine ganz große Rolle«, sagt der Leitende Oberarzt Dr. Udo Dietrich. Und Dr. Theo Schaten ergänzt: »Unser Konzept der multimodalen Schmerztherapie geht auf und der Erfolg gibt dem gesamten Team weiteren Rückenwind.« Die Patienten sollen kaum merken, dass sie sich während ihres durchschnittlich zweiwöchigen Aufenthalts in einem Krankenhaus befinden. Der Eindruck werde durch eine wohnliche Atmosphäre und ein spezielles Umfeld erreicht und durch das so genannte multimodale Behandlungskonzept mit Gruppentherapien unterstützt. Jede Gruppe bestehen aus maximal acht Personen, berichtet die Klinik in einer Pressemitteilung.

Die Patienten bekommen täglich mehrere Therapien – darunter Angebote aus den Bereichen Bewegung und Kreativität – und auch die Mahlzeiten nehmen sie in einem eigens geschaffenen Speisesaal im Erdgeschoss der Karl-Hansen-Klinik ein. Das fördere den Austausch der Patienten untereinander und steigere den familiären Charakter der Station, teilt die Klinik weiter mit.

Ein Großteil der Patienten stammt aus einem Umkreis von rund 100 Kilometern um Bad Lippspringe. Auch Patienten mit speziellen Krankheitsbildern wie Morbus Sudeck oder seltenen Kopfschmerzformen werden regelmäßig behandelt. »So individuell wie die Schicksale der Schmerzpatienten sind, sind auch die Therapien«, betont die Klinikleitung. »Wir behandeln nicht einfach ein krankes Körperteil. Wir versuchen, jeden Patienten als Ganzes zu erkennen. Ist er glücklich? Ist er an seinem Arbeitsplatz zufrieden? Wie können wir sein soziales Umfeld verbessern? Das sind die Fragen, die wir uns stellen«, beschreibt Dr. Theo Schaten.

Zu den Behandlungsmöglichkeiten der Schmerzklinik gehören zunächst die klassischen Methoden der Schulmedizin: medikamentöse Behandlung, invasive Maßnahmen, Injektionen und rückenmarksnahe Infiltrationen, Physiotherapie und Psychotherapie. Genauso oft kommen jedoch Akupunktur, Osteopathie, Autogenes Training, Schmerzbewältigungstraining, Entspannungstraining, Kunsttherapie und konzentrative Bewegungstherapie zum Einsatz. Gerade die ergänzenden Therapiemethoden wie Kunsttherapie oder Spiegeltherapie seien bei den Patienten besonders beliebt.

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