Mo., 18.12.2017

ADAC besucht Autobahnmeisterei in Bad Wünnenberg-Haaren »Im Kopf auf Winter einstellen«

Heinz Sasse (Mitte) und »Gelber Engel« Sascha Müller (rechts) vom ADAC waren zu Gast bei der Autobahnmeisterei Haaren, um Leiter Friedhelm Erftemeier (links) und seinem Team für ihre Arbeit rund ums Jahr zu danken.

Heinz Sasse (Mitte) und »Gelber Engel« Sascha Müller (rechts) vom ADAC waren zu Gast bei der Autobahnmeisterei Haaren, um Leiter Friedhelm Erftemeier (links) und seinem Team für ihre Arbeit rund ums Jahr zu danken. Foto: Hanne Hagelgans

Bad Wünnenberg-Haaren (WB/han). Autofahrer sollten sich darauf einstellen, dass jetzt Winter ist und alles etwas länger dauern kann. Das wünscht sich Friedhelm Erftemeier, Leiter der Autobahnmeisterei in Bad Wünnenberg-Haaren.

Zu Besuch bei Erftemeier und seinem Team waren jetzt Heinz Sasse, Vorstand für den Bereich Verkehr beim ADAC Ostwestfalen-Lippe, »Gelber Engel« Sascha Müller und ADAC-Sprecher Ralf Collatz.

Wie es seit vielen Jahren Tradition ist, nutzten sie die Vorweihnachtszeit, um den Mitarbeitern der Autobahnmeistereien für ihre Arbeit zu danken. Schließlich sorgen sie bei Tag oder Nacht, bei Regen, Schnee oder Hitze für Sicherheit und freie Fahrt.

Zurzeit steht für Erftemeier und seine Kollegen der Winterdienst im Mittelpunkt. »Im Dezember haben wir bis jetzt schon 1000 Tonnen Salz verbraucht«, berichtet er, während hinter ihm der Salznachschub vom Laster über ein Förderband in die Lagerhalle rieselt.

Die bisher verbrauchte Salzmenge sei durchaus normal. Und auch ein Engpass, wie es ihn vor einigen Jahren gegeben habe, drohe aktuell nicht.

Viel weniger gefährlich als eine geschlossene Schneedecke ist nach Erftemeiers Erfahrung für den Straßenverkehr übrigens überfrierende Nässe bei plötzlich einsetzenden Minusgraden. Davon könnten Autofahrer schon einmal überrascht werden. »Bei sichtbarem Schnee fahren die Leute vorsichtiger«, weiß er.

Nicht nur für das Team der Autobahnmeisterei, sondern für alle Verkehrsteilnehmer wäre das Leben einfacher, wenn alle Fahrer sich auf den Winter einstellen und ein paar einfache Maßnahmen ergreifen würden, findet auch Heinz Sasse vom ADAC.

Die einfachste: etwas früher losfahren und stets einkalkulieren, dass die Fahrt durch Glätte oder Behinderungen länger dauern kann.

Schon vor dem Start gelte es, das Auto komplett von Eis und Schnee zu befreien. Das gelte nicht nur für die Scheiben, mahnt Sasse. Auch Schnee, der auf Dach oder Kühlerhaube liegt, müsse weggefegt werden, um andere nicht zu gefährden.

Für klare Sicht sollten die Scheiben innen ab und zu mit Fensterreiniger geputzt werden. Regelmäßig sollten Autofahrer sich außerdem vergewissern, dass die Scheibenwaschanlage gefüllt und mit Frostschutz versehen ist. Um selbst zu sehen und gesehen zu werden, müsse außerdem die Beleuchtung in Ordnung und richtig eingestellt sein.

Eigentlich selbstverständlich, aber trotzdem in jedem Jahr wieder ein häufiges Ärgernis: Mit Sommerreifen geht in dieser Jahreszeit nichts, sind sich die Fachleute von ADAC und Autobahnmeisterei einig.

Winterreifen sollten selbstverständlich sein, und zwar schon, wenn es kalt wird und nicht erst, wenn der erste Schnee fällt und Werkstätten kaum noch freie Termine für den Reifenwechsel haben.

Für Fahrer, die häufig nur auf kurzen Strecken und nicht gerade im tiefsten Sauerland unterwegs seien, könnten auch Ganzjahresreifen ein guter Kompromiss sein, findet Heinz Sasse.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.

Google-Anzeigen

© WESTFALEN-BLATT
Vereinigte Zeitungsverlage GmbH

Alle Inhalte dieses Internetangebotes, insbesondere Texte, Fotografien und Grafiken, sind urheberrechtlich geschützt. Verwendung nur gemäß der Nutzungsbedingungen.

Mehr zum Thema

Anzeige


http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5367502?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198401%2F2851062%2F