Di., 02.01.2018

Internationale Gruppe in Büren geplant – Mitstreiterinnen sind erwünscht Plattform für Frauen aller Nationen

Wer in der internationalen Frauengruppe mitwirken möchte, kann sich an Verena Koppe, Eva Bambeck und Insa Wegener (von links) wenden.

Wer in der internationalen Frauengruppe mitwirken möchte, kann sich an Verena Koppe, Eva Bambeck und Insa Wegener (von links) wenden. Foto: Büttner

Büren (WB). Am Marktplatz in Büren sitzt eine ältere Dame auf einer Bank. Sie ist vor vielen Jahren aus Russland hierher gekommen. Sie schaut einer Gruppe von Kindern, die in vier verschiedenen Ländern geboren worden sind, beim fröhlichen Spielen zu. Eine junge Frau, deren Familie in der Türkei lebt, unterhält sich währenddessen mit zwei anderen Müttern. Eine der Frauen stammt aus Syrien und die andere Frau ist in Schleswig-Holstein aufgewachsen.

Nicht erst im Laufe der vergangenen beiden Jahre ist das Bürener Stadtbild bunter geworden. 22,5 Prozent der etwa 81,4 Millionen Einwohner in Deutschland haben mittlerweile einen Migrationshintergrund (Stand 2016) und einige davon leben und arbeiten auch in Büren. Wer schon einmal aus beruflichen oder privaten Gründen in eine unbekannte Stadt gezogen ist, weiß, dass es schwer sein kann, in der neuen Umgebung Anschluss zu finden. Um Frauen eine Plattform zu bieten, neue Kontakte zu knüpfen und um die wachsende Vielfalt Bürens zu würdigen, entstand deshalb die Idee, eine internationale Gruppe von, für und mit Frauen ins Leben zu rufen. Der Bedarf für ein solches Angebot wurde Insa Wegener (Ehrenamtsbegleitung beim Caritasverband in Büren), Verena Koppe (Gemeindeassistentin der katholischen Kirche in Büren) und Eva Bambeck (Gleichstellungsbeauftrage der Stadt Büren) im gemeinsamen Gespräch bewusst, und schnell stand der Entschluss fest, eine Frauengruppe zu organisieren. Angedacht sind monatliche Treffen in einem gemütlichen Rahmen, die ein ungezwungenes Zusammenkommen und den Austausch von Frau zu Frau ermöglichen. Dabei sei es unerheblich, ob die Teilnehmerinnen in Büren, Bagdad oder Bamberg geboren seien.

Die Treffen sollen offen für alle Frauen unabhängig von Alter, Religion und Herkunft sein. Zu einem späteren Zeitpunkt sind auch Vorträge oder gemeinsame Aktivitäten denkbar. Nun werden Unterstützerinnen für die Umsetzung dieser Idee gesucht, die bei der Gestaltung des interkulturellen Austausches unter Frauen mitwirken möchten.

Gemeinsam soll das erste Treffen der Gruppe für Anfang des neuen Jahres geplant und Werbung für das Vorhaben gemacht werden. »Schön wäre es, ein internationales Team zu finden, das die Bedürfnisse von Frauen aus unterschiedlichen Ländern einschätzen und umsetzen kann«, erhoffen sich die Initiatorinnen. Wer Teil der internationalen Frauengruppe in Büren werden und diese von Anfang an mitgestalten, möchte, kann sich bei Insa Wegener (Caritasberatungsstelle Nikolausstraße 2 in Büren; E-Mail: insa.wegener@caritas-bueren.de; Telefon: 02951/9335716) melden und im Organisationsteam aktiv mitarbeiten. Das erste Planungstreffen ist für den 16. Januar um 18.30 Uhr im Pfarrheim St. Nikolaus der katholischen Kirche in der Detmarstraße 22 in Büren geplant. »Da die Gruppe speziell auf Frauen ausgerichtet ist, möchten wir um Verständnis bitten, dass ausschließlich Anmeldungen von Frauen berücksichtigt werden können«, so Insa Wegener.

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