Do., 14.06.2018

Kommission stuft Strecke zwischen Büren und Brenken als Unfallschwerpunkt ein Polizei warnt: Runter vom Gas!

Die kurvige Strecke zwischen Büren und Brenken: Die Landesstraße 637 ist Unfallschwerpunkt, weil Autofahrer die Gefahren und Verbotsschilder missachten und nach Einschätzung der Unfallkommission dort schlicht zu schnell unterwegs sind.

Die kurvige Strecke zwischen Büren und Brenken: Die Landesstraße 637 ist Unfallschwerpunkt, weil Autofahrer die Gefahren und Verbotsschilder missachten und nach Einschätzung der Unfallkommission dort schlicht zu schnell unterwegs sind.

Büren (WB). Nach drei Unfällen mit insgesamt vier Schwerverletzten und hohem Sachschaden im Zeitraum von 2015 bis 2017 wird die Landesstraße 637 zwischen Büren und Brenken künftig offiziell als Unfallhäufungsstelle geführt. Die Unfallkommission des Kreises Paderborn wird den betroffenen Straßenabschnitt mit einer Länge von 500 Metern genau im Blick behalten.

Die Unfallkommission, bestehend aus Vertretern der Kreispolizeibehörde Paderborn, der Bezirksregierung Detmold sowie dem jeweiligen Baulastträger (in diesem Fall der Landesbetrieb Straßen NRW) analysierte in ihrer Sitzung im April dieses Jahres all jene Stellen im Kreisgebiet, die von der Kreispolizeibehörde zuvor als unfallhäufig gemeldet worden waren.

Überhöhte Geschwindigkeit Ursache bei Unfällen mit Schwerverletzten

Zumindest bei den Unfällen zwischen Büren und Brenken im Februar 2016 mit zwei Schwerverletzten sowie im Juli 2017 mit einem Schwerverletzten gilt eine nicht angepasste Geschwindigkeit als Unfallursache. Beim ersten Unfall im Mai 2015 mit einem Schwerverletzten berichtete ein Zeuge, dass der Autofahrer »zügig unterwegs« gewesen sei. Alle Unfälle ereigneten sich bei Tageslicht, in einem Fall herrschten feuchte Witterungsverhältnisse.

Auf dem jetzt als unfallauffällig eingestuften Straßenabschnitt auf der L 637 ereigneten sich in den vergangenen drei Jahren acht weitere Unfälle mit insgesamt zwei Leichtverletzten.

Maßnahmen zur Entschärfung der kurvigen Strecke getroffen

In der Vergangenheit sind bereits einige Maßnahmen getroffen worden, um die kurvige Strecke zu entschärfen. In beiden Richtungen gilt ein Überholverbot, vor einer Kurve wird gewarnt, die zulässige Höchstgeschwindigkeit ist hier auf 70 Stundenkilometer begrenzt. Aus Brenken kommend in Richtung Büren darf an einer Stelle nicht schneller als 40 Stundenkilometer gefahren werden.

Die Unfallkommission geht davon aus, dass bei allen Unfällen Ortskundige zu schnell unterwegs waren. Ihr Appell lautet daher: Runter vom Gas. Denn die besten Verkehrszeichen helfen nicht, wenn sie missachtet werden.

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