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Mo., 04.04.2016

Mehr Videoüberwachung, mehr Personal und Notfallschalter Mehr Sicherheit für Schwimmer

Im Delbrücker Hallenbad sollen nach den Vorfällen am Freitag die Sicherheitsvorkehrungen deutlich verbessert werden.

Im Delbrücker Hallenbad sollen nach den Vorfällen am Freitag die Sicherheitsvorkehrungen deutlich verbessert werden. Foto: Axel Langer

Delbrück (WB/mobl). Die Stadt Delbrück hat nach dem Vorfall am Freitag im Hallenbad reagiert: Nachdem zwei Zuwanderer aus Afghanistan einen 14-jährigen Jungen gegen seinen Willen zu sexuellen Handlungen gezwungen haben sollen, wird jetzt im Hallenbad die Videoüberwachung ausgeweitet und das Personal aufgestockt.

Außerdem sollen – entweder sofort oder im Zuge der Umbaumaßnahmen im Sommer – Notfallschalter im Bereich der Umkleiden installiert werden. Ein generelles Schwimmbad-Verbot für Flüchtlinge sei zwar am Montag diskutiert worden, sagte Bürgermeister Werner Peitz, man habe sich aber einstimmig dagegen entschieden, weil man Flüchtlinge nicht unter Generalverdacht stellen dürfe.

Mehr lesen Sie am Dienstag, 5. April, im WESTFALEN-BLATT, Ausgabe Delbrück.

Kommentare

Mehr Sicherheit für Schwimmer

Mit Entsetzen habe ich den Bericht gelesen! Es scheint, als hätten die Geschehnisse in Köln zum Jahreswechsel niemals stattgefunden. Als Reaktion auf den “Vorfall“ soll jetzt eine Videokamera und ein Notfallfallschalter installiert werden. Letzterer wohl erst im Zuge der ab dem Sommer geplanten einjährigen Umbaumaßnahme. Sprich, die Verantwortlichen der Stadt Delbrück zögern doch tatsächlich aus wirtschaftlichen Gründen vor dieser “baulichen Maßnahme“ und das noch unter dem Eindruck des für mich jedenfalls bis zur Stunde völlig unfassbaren Verbrechens an den beiden Jungen.
Ein zusätzlicher Bademeister ist sicher grundsätzlich nur zu begrüßen. Stellt sich somit jedoch die Frage, ob die Stadt in der Vergangenheit ihren Verpflichtungen für einen sicheren Badebetrieb überhaupt nachkommen konnte. Schilderungen von Badegästen über möglicherweise bereits stattgefundene sexuelle Übergriffe in den letzten Wochen lassen Zweifel daran aufkommen. Einer Garderobenfrau Verantwortung für die allgemeine Sicherheit zuzuweisen, halte ich für schlicht grob fahrlässig. Bleibt zu hoffen, dass diese Fragestellung seitens der Justiz geprüft und nicht etwa dem Stadtoberhaupt überlassen wird! Wie grausam müssen es die Opfer und deren Angehörige empfinden, wenn so kurz nach dem Verbrechen bereits verkündet wird: “Wir haben kein Sicherheitsproblem, auch nicht im Hallenbad.“

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