Sa., 13.01.2018

Spielelemente auf dem neugestalteten Platz an der Lange Straße in Delbrück bieten wenig Abwechslung Aller guten Dinge sind nicht immer drei

Drei identische Spielgeräte zum Balancieren und ein Drehelement (rechts) sind an der Lange Straße aufgestellt worden.

Drei identische Spielgeräte zum Balancieren und ein Drehelement (rechts) sind an der Lange Straße aufgestellt worden. Foto: Jürgen Spies

Von Jürgen Spies

Delbrück (WB). »Können Sie mir auf Anhieb sagen, wo es in der Delbrücker Innenstadt einen Spielplatz gibt?«, fragte unlängst in einer Ratssitzung SPD-Fraktionsvorsitzender Frank Drake mit kritischem Tonfall, offenbar wohl wissend, dass er darauf eh keine Antwort bekommt.

Es gibt nämlich keinen Spielplatz in diesem weitläufigen Bereich, nicht mal ansatzweise eine Fläche, auf der kleinere Kinder mal spielen könnten, wenn sie mit ihren Eltern oder mit den Großeltern in der Stadt unterwegs sind. Kleinere Spielgeräte gab es im öffentlichen Straßenraum bislang ebenfalls nicht – jetzt gibt es sie aber doch, etwa auf dem im Zuge der Innenstadtumgestaltung vor wenigen Wochen angelegten Platz vor dem Fachgeschäft Koch in der Lange Straße.

Und zwar handelt es sich um ein Drehelement, auf das sich Kinder stellen können (ringsherum liegt eine orangefarbene, weiche Bitumenfläche) und um drei praktisch identische Elemente, auf die sich Kinder stellen und ihre Balancefähigkeit testen können. Aus welchem Grund gleich drei identische Elemente ausgesucht wurden, erschließt sich dem Betrachter des neu gestalteten Platzes nicht.

Das WESTFÄLISCHE VOLKSBLATT hat deshalb im Rathaus nachgefragt, warum man sich nicht für mehr Vielfalt und somit für mehr Attraktivität entschieden hat. »Ausgesucht hat diese Elemente das Innenstadt-Planungsbüro aus Düsseldorf, wir als Verwaltung haben dem zugestimmt«, sagte Heinz Drüke, Leiter des Fachbereiches Bauen und Planen. Zur Frage, ob dies die wirklich bestmögliche Geräteauswahl gewesen sei, sagte Drüke, die drei Balancierelemente »haben die gleiche Grundverankerung«, was wohl bedeuten soll, dass sich grundsätzlich auch andere Spielgeräte, etwa ein klassisches Wipptier samt Haltegriffen für Kleinkinder, alternativ hätten anbringen lassen.

Ob die jetzt aufgestellten Geräte überhaupt auf Interesse stoßen, wird sich wohl erst im Frühjahr zeigen, wenn es draußen wieder wärmer geworden ist und kleinere Kinder mit Eltern oder Großeltern in der Stadt unterwegs sind…

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