Di., 13.03.2018

St.-Joseph-Schützenbruderschaft überzeugt Präsidium mit exzellenter Bewerbung Ostenland richtet Bundesfest 2022 aus

Kurz nach der Bekanntgabe, dass das Bundesfest 2022 im Delbrücker Ortsteil Ostenland stattfinden wird (von links): stellvertretender Bundesschützenmeister Walter Finke, Hochmeister Dr. Emanuel Prinz zu Salm Salm, der Ostenländer Schützenkönig 2017/18 Fabian Güth, der Ostenländer Oberstleutnant Mike Witte sowie Bundesschützenmeister Emil Vogt.

Kurz nach der Bekanntgabe, dass das Bundesfest 2022 im Delbrücker Ortsteil Ostenland stattfinden wird (von links): stellvertretender Bundesschützenmeister Walter Finke, Hochmeister Dr. Emanuel Prinz zu Salm Salm, der Ostenländer Schützenkönig 2017/18 Fabian Güth, der Ostenländer Oberstleutnant Mike Witte sowie Bundesschützenmeister Emil Vogt.

Von Jürgen Spies

Delbrück (WB). Jubel in Ostenland: Die St.-Joseph-Schützenbruderschaft richtet das Bundesfest 2022 des Bundes der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften (BHDS) aus. Hochmeister Dr. Emanuel Prinz zu Salm Salm verkündete am Sonntagnachmittag bei der Bundesvertreterversammlung in Leverkusen die Entscheidung und zog das Schild »Ostenland« aus dem Umschlag.

Vor einer Woche hatten Ostenlands Schützenoberst Markus Sandbothe und Delbrücks Bürgermeister Werner Peitz dem Präsidium des BHDS die Bewerbung in einer etwa zehnminütigen Powerpoint-Präsentation vorgestellt – und offenbar einen sehr guten Eindruck hinterlassen. Ralf Heinrichs, seit Jahrzehnten BHDS-Geschäftsführer, sagte am Montag in einem Gespräch mit dem WESTFÄLISCHEN VOLKSBLATT: »Ich habe selten eine so gelungene Präsentation gesehen. Die war in allen Belangen hervorragend! Man hat außerdem gespürt, da ist eine hochmotivierte Bruderschaft, die es wirklich will, und da ist eine Stadt, die hinter der Bewerbung steht.«

Vor elf Jahren hatten die Ostenländer Schützen mit ihrer starken Jungschützenabteilung bereits den Bundesjungschützentag ausgerichtet und damals schon bewiesen, dass sie große Feste stemmen können. Damals gab es viel Lob für die gute Organisation und Durchführung. Dass die 1280 Mitglieder starke Bruderschaft mit ihren Kompanien (Haupter, Mühlensenner, Western, Wittendorfer, dazu noch die Jungschützen) jetzt den Zuschlag für das Bundesfest 2022 bekommen hat, »freut uns natürlich riesig. Die Nachricht hat am Sonntagabend in Ostenland und im ganzen Delbrücker Land schnell die Runde gemacht«, sagte Ostenlands Schützenoberst Markus Sandbothe in einem Gespräch mit dieser Zeitung.

Alle Grundlagen werden erfüllt

Sämtliche Bewerbungsgrundlagen konnten die St.-Joseph-Schützen in überzeugender Weise erfüllen und belegen. Zu den Parametern zählen dabei unter anderem ausreichend große Festplätze und Austragungsorte, eine genügend große Anzahl an Hotelbetten in einem nahen Umkreis, problemlos zu klärende Aspekte hinsichtlich Verkehrsaufkommen/Parkplätze sowie geeignete Schießsportanlagen für die Schießwettbewerbe, die am Bundesfestwochenende anstehen. Ideal und nur einen Katzensprung entfernt: BHDS und die Ostenländer Schützen können dafür die erstklassigen Schießsportanlagen der St.-Hubertus-Schützenbruderschaft Hövelhof (Landesleistungsstützpunkt) nutzen.

Schießwettbewerbe zur Ermittlung eines neuen Bundeskönigs, neuer Prinzen und neuer Würdenträger im Nachwuchsbereich sind beim Bundesfest ebenso obligatorisch wie der riesige Festumzug am Sonntag, zu dem erfahrungsgemäß viele tausend Schützen aus den sechs BHDS-Diözesanverbänden Aachen, Essen, Köln, Münster, Paderborn und Trier, mit Königspaaren, Hofstaaten und Musikkapellen erwartet werden. Und sollte das Wetter während des Festumzuges halbwegs mitspielen, dürfte die Besucherzahl entlang des Marschweges bei etwa 25 000 liegen.

Ehe sich die St.-Joseph-Schützenbruderschaft beworben hatte, war ein einstimmiges Votum dazu in der Jahreshauptversammlung vorausgegangen. »Auch das war für uns eine wichtige Voraussetzung«, sagte Oberst Sandbothe – wohl wissend, dass so ein großes Fest vieler helfender Hände bedarf, um alles wie geplant und gewünscht auf die Beine stellen zu können.

Bürgermeister Werner Peitz, der einige Jahre der BHDS-Bundesorganisation angehört hat, weiß einzuschätzen, dass ein Bundesfest auch dann gut gelingt, wenn, die Bürgerinnen und Bürger Freude daran haben, vor und während des Festes mit anzupacken. »Das war schon 2002, als die St.-Johannes-Schützenbruderschaft Delbrück Ausrichterin war, der Fall, und wird es 2022, wenn Ostenland an der Reihe ist, bestimmt ebenso sein«, blickt Peitz voraus.

Kommentar von Jürgen Spies:

Der BHDS vergibt seine großen Feste gern in die heimische Region, weil das Präsidium weiß, dass dann die Feste in besten Händen liegen. Das mag in einer schützenbegeisterten Region wie hier bei uns mit leistungsstarken Bruderschaften beinahe schon als selbstverständlich angesehen werden – selbstverständlich ist das aber überhaupt nicht, denn anderenorts kann das schon ganz anders aussehen. So betrachtet ist es kein Zufall, dass der BHDS seine Bundesköniginnentage (aktuell 2018: 12./13. Mai in Westenholz; 1969/1984/2002: Salzkotten) und Bundesfeste (2002 Delbrück, 2009 Hövelhof, 1995/2019 Schloß Neuhaus, 2022 Ostenland) von Bruderschaften austragen lässt, die eben nicht nur an drei, vier Tagen Schützenfest feiern, sondern in den Städten und Dörfern das ganze Jahr hindurch gesellschaftliches Engagement zeigen, anpacken, oft nicht groß darüber reden, sondern einfach »machen«.

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