So., 24.12.2017

Auch in Hövelhof sind Pflegedienstleister sehr gefragt Fachkräfte sind Mangelware

Pascal Falke (Dritter von links) gründete im Mai 2016 den Senne-Pflegedienst. Von Anfang an dabei ist Lydia Sallen als Pflegedienstleitung. Über das Angebot informierten sich Wirtschaftsförderer Thomas Westhof (links) und Bürgermeister Michael Berens.

Pascal Falke (Dritter von links) gründete im Mai 2016 den Senne-Pflegedienst. Von Anfang an dabei ist Lydia Sallen als Pflegedienstleitung. Über das Angebot informierten sich Wirtschaftsförderer Thomas Westhof (links) und Bürgermeister Michael Berens. Foto: Meike Oblau

Von Meike Oblau

Hövelhof (WB). Auch in Hövelhof werden die Menschen immer älter. »Zwei Pflegedienste können hier gut nebeneinander existieren«, sagt Pascal Falke vom Senne-Pflegedienst.

Im Mai vergangenen Jahres hat er den Sprung in die Selbstständigkeit gewagt. Zuvor hatte alleine die Caritas Pflegedienstleistungen in Hövelhof angeboten. Inzwischen zählt Falke bereits mehr als 70 pflegebedürftige Menschen zu seinen Kunden, berichtete der gebürtige Rieger im Gespräch mit Bürgermeister Michael Berens und Wirtschaftsförderer Thomas Westhof.

Derzeit seien in der Sennegemeinde bereits etwa 2000 der 16.000 Einwohner älter als 70 Jahre, diese Zahl werde in den kommenden Jahren auf 3200 ansteigen, berichtete Falke. Den Markt in Hövelhof habe er stets beobachtet und sich schließlich für den Standort nahe des Ärztehauses, der Apotheke und des Sanitätshauses an der Paderborner Straße entschieden. »Hier können Kunden vieles auf einem Weg erledigen, wir profitieren alle voneinander«, sagt Falke, der selbst als Krankenpfleger, Pflegedienstleiter und Einrichtungsleiter in verschiedenen Häusern gearbeitet hat, ehe er sich nun selbstständig machte.

Etwa zu 70 Prozent kommen seine Kunden aus Hövelhof. Mitarbeiter seines 14-köpfigen Teams versorgen aber auch Menschen in Delbrück, Sennelager, Schloß Neuhaus oder Stukenbrock. Zudem bietet Falke Sprechzeiten in Bad Lippspringe an. Die Branche boomt, daher sei es nicht immer leicht, gute Fachkräfte zu finden, schildert Pascal Falke: »Wenn ein guter Bewerber kommt, schicken wir den auf keinen Fall weg, sondern versuchen im Gegenteil bei ihm zu punkten, damit wir ihn von unserem Unternehmen überzeugen.« Inzwischen bildet er auch selbst aus. Im Oktober hat die erste Auszubildende beim Senne-Pflegedienst begonnen, im Mai 2018 startet eine weitere, und auch im kommenden Oktober möchte Pascal Falke einen Ausbildungsplatz anbieten. Um den beruf in den Fokus zu rücken, hat er sich auch bei der Hövelhofer Berufemesse im Schützen- und Bürgerhaus beteiligt.

Falls ein Kunde mit der Pflege nicht zufrieden sein sollte, gibt es beim Senne-Pflegedienst keine Kündigungsfristen. Im Aufnahmegespräch wird zudem geklärt, ob männliche oder weibliche Pflegekräfte gewünscht sind. Im Einsatz ist das Team übrigens nicht nur bei Menschen im Rentenalter: »Unser jüngster Kunde geht noch zur Grundschule und braucht dort Unterstützung«, sagt Pascal Falke.

Begeistert sind die Pflegekräfte vor allem über die herzlichen menschlichen Kontakte zu den Kunden: »Es ist wirklich schön, wie viel da zurückkommt und ich habe das Gefühl, wir kommen den Menschen in ihrem häuslichen Umfeld näher, als das in einem Krankenhaus oder Pflegeheim der Fall wäre«, glaubt Lydia Sallen, die seit dem Start der Firma dort als Pflegedienstleitung arbeitet.

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