Sa., 13.01.2018

Hövelhofer Unternehmen Conta-Clip plant neues Verwaltungsgebäude Eine gute Verbindung

Hans-Peter Klaß und seine Tocher Bianca stellten das Unternehmen Conta-Clip im Rahmen des Unternehmensbesuchs des Monats Hövelhofs Bürgermeister Michael Berens und Wirtschaftsförderer Thomas Westhof (von links) vor.

Hans-Peter Klaß und seine Tocher Bianca stellten das Unternehmen Conta-Clip im Rahmen des Unternehmensbesuchs des Monats Hövelhofs Bürgermeister Michael Berens und Wirtschaftsförderer Thomas Westhof (von links) vor. Foto: Meike Oblau

Von Meike Oblau

Hövelhof (WB). In seiner Heimat sei er belächelt worden, als er 1977 ein Gewerbegrundstück suchte, erinnert sich der Bielefelder Hans-Peter Klaß. In Hövelhof hingegen wurde er mit offenen Armen empfangen. Inzwischen zählt das Unternehmen Conta-Clip weltweit mehr als 300 Mitarbeiter.

100 von ihnen arbeiten am Stammsitz in Hövelhof an der Otto-Hahn-Straße, wo der Hersteller von elektrischer und elektronischer Verbindungstechnik seit 1985 ansässig ist. »Mein Vater hat damals zum Glück sehr weitsichtig geplant und gleich ein sehr großes Grundstück gekauft«, sagt Bianca Klaß. Das ist der Grund, warum Conta-Clip nicht wie viele andere Hövelhofer Unternehmen gegen Platzmangel kämpft. 15.000 Quadratmeter Fläche steht hinter den Firmenimmobilien noch frei zur Verfügung. Und die könnten bald gebraucht werden: »Wir sind gerade dabei, den Neubau unseres Verwaltungsgebäudes zu planen. Kommendes Jahr wollen wir bauen«, verriet Bianca Klaß im Rahmen des Unternehmensbesuchs des Monats jetzt Bürgermeister Michael Berens und Wirtschaftsförderer Thomas Westhof.

17.000 verschiedene Artikel

Mehr als 17.000 verschiedene Artikel werden bei Conta-Clip hergestellt. »Quasi alles, was in Schaltschränken steckt«, sagt Bianca Klaß. Europa und Nordamerika sind dabei die Kernmärkte, das Unternehmen hat Tochtergesellschaften in den USA, in Frankreich, Italien und den Niederlanden. Produziert wird in Hövelhof und Tschechien, in der Sennegemeinde sind zudem eine eigene Forschungs- und Entwicklungsabteilung sowie Konstruktion und Werkzeugbau beheimatet. Acht bis neun junge Menschen bildet Conta-Clip in den Berufen Verfahrensmechaniker, Werkzeugmechaniker, Fachkraft für Lagerlogistik, Industriekaufmann und Produktdesigner aus. »Es wird immer schwieriger, geeignete Azubis zu finden. Im kaufmännischen Bereich ist es kein Pro­blem, aber Mechaniker-Lehrlinge gibt es zu wenige«, sagt Bianca Klaß. Zudem sei, obwohl sie viel Lob über Hövelhof von Kunden und Lieferanten höre, Ostwestfalen-Lippe für viele Bewerber nicht attraktiv. Ihr Unternehmen versucht gegenzusteuern, um Mitarbeiter zu finden und auch zu halten. Fahrradleasing, die Teilnahme am »Sport-Navi« und andere Gesundheitsaktionen gehören hier ebenso dazu wie Weiterbildungen und regelmäßige Mitarbeitergespräche.

»Wir besetzen gern Nischen«

Die Produkte, die Conta-Clip anbietet, sind ähnlich wie die der großen Mitbewerber Phoenix Contact aus Blomberg, Weidmüller aus Detmold oder Wago aus Minden. »Im Konzert der Großen spielen wir eher eine untergeordnete Rolle, aber dadurch können wir flexibler sein, auch kleinere Mengen liefern. Wir besetzen gerne die Nischen«, beschreibt Bianca Klaß, wobei Conta-Clip auch ganz große Firmen wie Siemens oder Dräger beliefert. Patente besitzt das Unternehmen unter anderem auf spezielle selbst entwickelte Kabeldurchführungssysteme, für die es auch noch weitere Ideen für die Zukunft gibt.

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