Do., 01.03.2018

Hövelhofer Partei hat viele Themen im Fokus – Vorstand im Amt bestätigt Grüne wollen Mehrheit der CDU im Rat brechen

Anja Podtschaske und Uwe Borchardt wurden an der Parteispitze der Hövelhofer Grünen in ihren Ämtern bestätigt.

Anja Podtschaske und Uwe Borchardt wurden an der Parteispitze der Hövelhofer Grünen in ihren Ämtern bestätigt.

Hövelhof (WB). Bei den Vorstandswahlen im Rahmen der Jahreshauptversammlung der Hövelhofer Grünen wurde die Doppelspitze Anja Podtschaske und Uwe Borchardt in ihrem Ehrenamt bestätigt. Den Vorstand komplettiert der neue Kassierer Marcus Praschan.

Langfristig gesehen möchten die Grünen mit Hilfe der anderen Oppositionsparteien die absolute Mehrheit der CDU im Gemeinderat brechen. Ratsherr Marcus Praschan sagt: »Paderborn macht es gerade vor, dort ist die CDU erstmals so lange ich denken kann nicht mehr in der Verantwortung. Die durch die Hövelhofer CDU viel geliebte CSU in Bayern hat es auch schon durch, dort ist die absolute Mehrheit der CSU bei der letzten Bundestagswahl historisch gefallen.«

Es täte der Demokratie in Hövelhof gut, wenn die CDU die absolute Mehrheit verlöre, meint Praschan: »Eventuell würde dann ja auch mal auf andere Meinungen eingegangen und nicht Anträge anderer zum Beispiel reflexartig abgelehnt werden. Die CDU in Hövelhof müsste mehr nachdenken und Kompromisse eingehen beziehungsweise auch andere Meinungen zulassen.«

Verwirklichung des Nationalparks Senne ist mittelfristiges Ziel

Als mittelfristiges Ziel sehen die Grünen nach dem Abzug des Militärs die Verwirklichung des Nationalparks Senne. Von den Vorteilen eines Nationalparks möchten die Grünen möglichst viele Hövelhofer überzeugen. Dazu Uwe Borchardt: »Ich komme aus der Reisebranche und konnte weltweit schon viele Nationalparks bewundern. Nationalparks sind eigentlich ein Geschenk der Natur. Man muss dieses Geschenk nur annehmen. Durch ein durchdachtes Konzept werden Nationalparks zugänglich und in ihrer Einzigartigkeit trotzdem erhalten. Unverständlicherweise scheint es aber sehr viele Gegner einer solchen Chance zu geben. Manchmal frage ich mich echt, wohin diese Gegner in Urlaub fahren. In Industriegebiete?«

Die Bedeutung des Emsradweges als Verbindung zwischen dem Nationalpark Wattenmeer und einem Nationalpark Senne würde sichtlich steigen, glauben die Grünen. Die Kooperation der Gemeinde Hövelhof mit der Insel Borkum könnte ausgebaut werden. »Die entstehenden Arbeitsplätze im touristischen Dienstleistungsgewerbe würden der Gemeinde sicherlich guttun«, glaubt Anja Podtschaske.

Abholzung von Wäldern für Industrieflächen verhindern

Des Weiteren möchten die Grünen die Abholzung des Waldes für Industrieflächen verhindern. »An zwei Ortseinfahrten grüßen jetzt schon riesige Hochregallager. Arbeitsplätze sind natürlich wichtig, aber man muss sich zu Hause auch noch wohlfühlen«, sagt Podtschaske.

Hinweisen möchten die Grünen auf ihre immer öffentlichen Fraktions- und Ortsverbandssitzungen im Hotel Victoria, bei denen jeder willkommen ist. Guten Zuspruch findet auch der neu eingerichtete Stammtisch, der in verschiedenen Lokalitäten stattfindet. Termine sind im Internet auf der Homepage des Ortsverbandes zu finden.

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