Mi., 16.05.2018

Jägerstraße: Kreis gibt positives Signal nach Voranfrage der Gemeinde Es darf gebaut werden

Das ehemalige Spielplatzgrundstück an der Jägerstraße darf bebaut werden. Das hat jetzt der Kreis Paderborn entschieden.

Das ehemalige Spielplatzgrundstück an der Jägerstraße darf bebaut werden. Das hat jetzt der Kreis Paderborn entschieden.

Von Meike Oblau

Hövelhof (WB). Der Kreis Paderborn hat entschieden: Das ehemalige Spielplatzgrundstück an der Jägerstraße darf bebaut werden – und zwar auch dann, wenn die bisherige Zuwegung an der Kita St. Franziskus so schmal bleibt wie sie aktuell ist. »Die Bauvoranfrage der Gemeinde Hövelhof wurde am 18. April positiv beschieden«, sagte die Pressesprecherin des Kreises, Michaela Pitz, auf WV-Anfrage.

Das ehemalige Spielplatzgrundstück liegt am Verbindungs-Fußweg zwischen Jägerstraße und Gartenstraße und sorgt seit fast anderthalb Jahren für reichlich Diskussionen in der Sennegemeinde. Nachdem die Hövelhofer Politiker beschlossen hatten, den dortigen Spielplatz zu schließen, waren im Februar 2017 die Spielgeräte abgebaut worden. Als dann auch eine Baumfällaktion gestartet wurde, waren Nachbarn eingeschritten. Sie wollten eine Bebauung verhindern.

Weg zu schmal

Interesse am Kauf des Grundstückes hatte damals einzig die Familie Wilsmann gezeigt – und anfangs hatte es geheißen, das ehemalige Spielplatz-Grundstück könne von der Jägerstraße aus nur erschlossen werden, wenn der jetzige Fußweg verbreitert würde. Das Hövelhofer Bauamt hatte damals ausgeführt, der Weg sei aktuell zu schmal, um ihn zum Beispiel im Notfall mit großen Feuerwehrfahrzeugen befahren zu können. Daher war die Verwaltung zunächst davon ausgegangen, dass das Grundstück nur dann erschlossen werden könne, wenn Hubert Wilsmann einen ein Meter breiten Streifen seines angrenzenden Grundstücks abtreten würde, damit die Zufahrt verbreitert werden kann. »Zwingende Voraussetzung für eine Bebauung«, hatte es im Sommer 2017 aus dem Rathaus der Sennegemeinde geheißen, sei ein vier Meter breiter Weg, der zu dem Grundstück führt. Der Weg ist momentan aber nur drei Meter breit.

Das Spielplatz-Grundstück stand monatelang in der Diskussion und war im vergangenen Jahr sogar Thema einer Ratssondersitzung in den Sommerferien gewesen. Um klären zu lassen, ob und wenn ja unter welchen Voraussetzungen das Areal bebaut werden kann, hatte Bürgermeister Michael Berens sich mit einer so genannten Bauvoranfrage an den Kreis Paderborn gewandt. Aufgrund der Größe der Gemeinde Hövelhof erteilt das örtliche Bauamt keine Baugenehmigungen, Genehmigungsbehörde ist der Kreis Paderborn. Die Entscheidung über die Baureife des Grundstücks wurde also in der Kreisverwaltung gefällt – und von dort gab es jetzt das Signal: Der ehemalige Spielplatz darf bebaut werden.

Kein Zeitdruck

Pressesprecherin Michaela Pitz betonte, dass diese Antwort auf die Bauvoranfrage der Gemeinde Hövelhof noch keine Baugenehmigung darstelle: »Geprüft wurde jetzt ausschließlich die grundsätzliche planungsrechtliche Zulässigkeit der Baumaßnahme.« Eine klare Aussage gab es vom Kreis auch bezüglich der Breite der Zufahrt: »Aus Sicht der Brandschutzdienststelle ist für den Einsatz von Feuerwehr- und Rettungsdienstfahrzeugen der Verbindungsweg als Feuerwehrzufahrt anzulegen. Die Zufahrt muss mindestens drei Meter breit sein.«

Da diese Bauvoranfrage ohne weitere Auflagen positiv beschieden wurde, ist die Gemeinde Hövelhof nun offenbar nicht mehr darauf angewiesen, dass Hubert Wilsmann Teile seines Grundstücks für eine Verbreiterung der Zufahrt abgibt. Heißt im Umkehrschluss: Das Grundstück könnte jetzt auch an andere Interessenten veräußert werden, da eine drei Meter breite Zufahrt auch ohne ein Agreement mit Wilsmann sichergestellt werden kann. Bürgermeister Michael Berens hatte zuletzt mehrfach erklärt, man sei nicht unter Zeitdruck und müsse das Gelände nicht sofort verkaufen.

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