Mi., 16.05.2018

Prinzessin zur Lippe entlässt fünf Tiere in die Moosheide Senner Pferde sind Sympathieträger

Fünf Senner Pferde verbringen den Sommer in freier Wildbahn in der Moosheide. Der Leiter der Arbeitsgruppe Senner Pferde, Aloys Sielhorst, entlässt mit dem zweijährigen Kalle auf dem Arm das einjährige Fohlen Warantus auf die Sommerweide.

Fünf Senner Pferde verbringen den Sommer in freier Wildbahn in der Moosheide. Der Leiter der Arbeitsgruppe Senner Pferde, Aloys Sielhorst, entlässt mit dem zweijährigen Kalle auf dem Arm das einjährige Fohlen Warantus auf die Sommerweide. Foto: Axel Langer

Von Axel Langer

Hövelhof (WB). Traute Prinzessin zur Lippe hat fünf Senner Pferde in ihr Sommerquartier in der Moosheide entlassen. Es war eine Premiere: »Drei Stuten sind aktuell beim Tierarzt, und bei einer von ihnen erwarten wir für das nächste Jahr Nachwuchs«, sagte der Leiter der Arbeitsgruppe Senner Pferde, Aloys Sielhorst.

Sielhorst geht davon aus, dass in wenigen Wochen wieder alle acht Senner Pferde über die Flächen der Senne toben werden. Auf der Sommerweide verbringen die Tiere halbwild den Sommer. Traute Prinzessin zur Lippe, Schirmherrin der Senner Pferde und promovierte Biologin, zeigte sich sehr erfreut über das Wohlbefinden der Pferde, von denen es weltweit 55 Tiere gibt.

Mit acht und hoffentlich bald neun Tiere befindet sich in der Moosheide eine der größten Gruppen dieser Rasse. »Für mich ist es die schönste Pferderasse. Es ist hochinteressant zu beobachten, wie sich Flora und Fauna durch die Beweidung durch die Pferde verändern«, sagte die 93-jährige Prinzessin zur Lippe.

Die Namensgebung der Fohlen sei für sie immer ein besonderes Erlebnis. Vor einem Jahr wählte sie für das jüngste Mitglied den Namen Warantus, dieses Jahr gab es für das inzwischen einjährige Fohlen reichlich Streicheleinheiten von der Prinzessin. »Wir orientieren uns dabei immer am ABC und wählen ein Namen aus, den bereits ein Pferd getragen hat«, erläuterte Traute Prinzessin zur Lippe die Namensgebung.

Neben Warantus wurden Fideleo, Eliot, Ismeno und Hamlet auf die Sommerweide gebracht. »Dies ist immer ein schöner Termin, ist er doch Zeichen für warme Tage. Um möglichen Problemen bei der Verladung der Tiere auf Pferdeanhänger aus dem Wege zu gehen, haben wir die Senner Pferde bereits einen Tag vorher in die Moosheide gebracht. Im nächsten Jahr jährt sich der Auftrieb zum 20. Mal«, erzählte Peter Rüther, Leiter der Biologischen Station im Kreis Paderborn.

Er betonte, dass die seltene Rasse zur Landschaftspflege eingesetzt werde. Die sei nur durch einen großen Kreis tatkräftiger Unterstützer möglich. Dies beginne bei den Kommunen, die die Flächen in der Moosheide zur Verfügung stellen, reiche über die Naturschutzstiftung EuroNatur bis zur Hövelhofer Feuerwehr, die im Sommer regelmäßig die Tränke der Pferde mit Wasser fülle. Zudem unterstütze das Land NRW das Zuchtprogramm, da mit den Senner Pferden eine äußerst seltene Rasse geschützt werde. Rüther betonte, dass die Senner Pferde zum »Sympathieträger der ganze Region« geworden sind.

Bis zum Herbst bleibt die Herde in der Senne und versorgt sich weitestgehend selbst.

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