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Di., 12.04.2016

Dr. Rudolf Wansleben verteidigt geschassten Landesgartenschau-Geschäftsführer Gruber will guten Ruf wieder herstellen

Rechtsanwalt Dr. Rudolf Wansleben (links) mit seinem Mandanten Herbert Gruber vor dem Paderborner Arbeistgericht.

Rechtsanwalt Dr. Rudolf Wansleben (links) mit seinem Mandanten Herbert Gruber vor dem Paderborner Arbeistgericht. Foto: Per Lütje

Bad Lippspringe (WB/per). Ein Gütetermin vor dem Arbeitsgericht Paderborn zwischen dem gekündigten Landesgartenschau-Geschäftsführer Herbert Gruber und LGS-Aufsichtsratsvorsitzendem Andreas Bee ist gescheitert. Ganze drei Minuten dauerte der juristische Akt. Jetzt kommt es am 6. Mai (10.15 Uhr) zur Hauptverhandlung.

Das Angebot Dr. Ewald Hügemanns als  Rechtsvertreter der Landesgartenschaugesellschaft, das Arbeitsverhältnis von Gruber erst zum 30. April zu beenden und ihm »ein ordentliches Zeugnis« auszustellen, lehnte die Gegenseite kategorisch ab: »Kommt gar nicht infrage«, antwortete Grubers Rechtsbeistand, Dr. Rudolf Wansleben .

Gespräche zwischen beiden Parteien, um eine Einigungsmöglichkeit auszuloten, habe es im Vorfeld nicht gegeben, betonten beide Seiten auf die Frage der Arbeitsrichterin.

Im Anschluss an den Gütetermin erklärte Wansleben im  Gespräch mit dieser Zeitung, dass nicht eine  finanzielle Vergütung als Ziel des Prozesses im Vordergrund stehe: »Es geht  darum, das Beschäftigungsverhältnis zu klären. Denn bislang können wir über die Motive, die zur Kündigung geführt haben, nur spekulieren. Es gab keine Abmahnung, nichts. Er hat einen guten Job gemacht. Und wir möchten Klarheit haben, was zu der Beendigung des Arbeitsverhältnisses geführt hat. Herr Gruber möchte aber unbedingt verhindern, dass die Landesgartenschau durch dieses Verfahren  in irgendeiner Weise schaden nimmt. Zum anderen geht es aber auch darum, die Reputation meines Mandanten wieder herzustellen.«

Alleingänge, mangelnde Absprachen

Herbert Gruber war 2011 neben Heinrich Sperling zum Geschäftsführer der Landesgartenschau bestellt worden. Ende Januar dieses Jahres setzte ihn die Gesellschafterversammlung mit Bürgermeister An­dreas Bee an der Spitze vor die Tür. Begründet wurde dies später unter anderem mit Alleingängen des Geschäftsführers, mangelnden Absprachen und nicht erfüllten Vertragsbestandteilen. Ursprünglich war der Arbeitsvertrag mit Herbert Gruber über 25 Wochenstunden bis zum 30. Juni 2018 datiert.

Gruber selbst sei es wichtig zu betonen, dass er sich nicht an der Landesgartenschau bereichern wolle: »Ich will mich einbringen. Das ist mir eine Herzensangelegenheit.«

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