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Mo., 19.12.2016

Kreisveterinäramt Paderborn bestätigt Verdacht – Sperrzone eingerichtet Storch an Geflügelpest verendet

Delbrück (WB). Bei einem verendeten Storch im Steinhorster Becken auf Paderborner Kreisgebiet ist das hoch ansteckende Influenza-A-Virus vom Subtyp H5N8 nachgewiesen worden.

Die Probe war am vergangenen Freitag zur Bestätigung an das Friedrich-Löffler-Institut (FLI) auf der Insel Riems geschickt worden. Das FLI ist das Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit. »Die Geflügelpest ist eine Tierseuche, Fälle von HPAIV H5N8-Infektionen beim Menschen sind bisher nicht bekannt«, vermeldet das FLI in seiner aktuellen Risikoeinschätzung.

Nach dem ersten virologischen Untersuchungsergebnis des Chemischen und Veterinäruntersuchungsamtes Ostwestfalen-Lippe (CVUA-OWL) hatte der Kreis Paderborn bereits am vergangenen Freitag einen Verdachtssperrbezirk mit einem Radius von einem Kilometer rund um den Fundort gebildet.

Zudem wurde ein Beobachtungsgebiet von rund drei Kilometer eingerichtet. Im Sperrbezirk befinden sich fünf Betriebe mit rund 14.000 Stück Geflügel. Im Beobachtungsgebiet sind 45 Betriebe mit rund 345.000 Stück Geflügel registriert. Nach der Bestätigung der Geflügelpest hat der Kreis Paderborn seine Schutzmaßnahmen ausgeweitet. Der Erreger wird von infizierten Tieren weitergegeben, kann aber auch durch Produkte wie Geflügelfleisch oder durch Kleider, Schuhe oder andere Gegenstände aus infizierten Gebieten übertragen werden.

Deshalb gilt für beide Gebiete ein so genanntes »Still-Stand«: Geflügel darf weder an- noch ausgeliefert werden. Sowohl im Sperr- als auch Beobachtungsgebiet dürfen Hunde und Katzen nicht mehr frei laufen. Bereits seit dem 22. November gilt eine Stallpflicht für alles Geflügel im gesamten Kreisgebiet.

»Wir müssen in dieser Situation verhindern, dass dieses Virus unsere heimischen Geflügelbestände erreicht«, erläutert der leitende Veterinär des Kreises Paderborn, Dr. Klaus Bornhorst.

 

 

 

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