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Sa., 25.03.2017

Diskussion um Rettungsgasse nach A 33-Unfall bei Paderborn ADAC: »Ignoranz wird leider größer«

Bei diesem Unfall im Baustellenbereich der A 33 hatten die Retter große Mühe, die Unfallstelle zu erreichen.

Bei diesem Unfall im Baustellenbereich der A 33 hatten die Retter große Mühe, die Unfallstelle zu erreichen. Foto: Jörn Hannemann

Paderborn (WB/mai). Sanitäter, die zu Fuß mit ihrer Trage  zur Unfallstelle laufen müssen, weil die Einsatzfahrzeuge nicht durchkommen – dieses Bild eines Unfalls auf der A 33 am Donnerstag bei Paderborn beschäftigt die Leser dieser Zeitung.

Vor allem in sozialen Netzwerken bezweifeln Autofahrer, dass an dieser Stelle die Bildung einer Rettungsgasse überhaupt möglich war. »Das ist eine verzwickte Stelle«, bestätigte auf Nachfrage auch Anja Siegel, Sprecherin von Straßen NRW.

Auch Paderborns Feuerwehrchef Ralf Schmitz räumte ein: »Da muss man sich fragen, ob es nicht sinnvoller gewesen wäre, diesen Bereich einspurig zu führen.« Zugleich gab er sich überzeugt, dass die Bildung einer Rettungsgasse möglich gewesen wäre.

In dieser Einschätzung erhält Schmitz Un­terstützung von ADAC-Sprecher Roman Suthold. Zwar sei die Baustelle auf der A 33 in Höhe der verkürzten Auffahrt Paderborn-Zen­trum in Richtung Bielefeld sehr eng, doch dieses Nadelöhr zwischen Leitplanke und Betonfahrbahnteiler sei nur sehr kurz.

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Wir kamen schon lange vorher mit unseren Fahrzeugen nicht mehr durch.

Roman Suthold

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»Wir kamen schon lange vorher mit unseren Fahrzeugen nicht mehr durch, weil sich der Verkehr weit zurückgestaut hatte und etliche Autofahrer, die sich noch in den Stau quetschen mussten, auch die Auffahrt blockiert hatten«, sagte Schmitz weiter. Andere hätten sich mit Erfolg bemüht, eine Rettungsgasse freizumachen.

Damit bestätigte Schmitz die Beobachtungen des ADAC. »Die Ignoranz der Fahrer wird leider immer größer«, beklagte Suthold. »Die meisten fahren viel zu dicht auf, wenn sich ein Stau bildet. Man braucht Abstand, um ausweichen zu können, damit Rettungsfahrzeuge durchkommen.« Dass es in Baustellenbereichen grundsätzlich eng sei, sei auch dem Schutz der Bauarbeiter geschuldet. Die Situation auf der A 33 soll dennoch überprüft werden.

Einen ausführlichen Bericht lesen Sie am Wochenende, 25./26. März, im WESTFALEN-BLATT, Lokalteil Paderborn.

Kommentare

zwei Fahrzeuge nebeneinander

Also dem Beitrag von "Peter" muss ich mal ein wenig widersprechen......

1. Ja, es passen momentan in der Baustelle 2 Fahrzeuge nebeneinander.... Wenn im Falle eines Falles also die links fahrenden Fahrzeuge sich nach rechts per Reissverschlussverfahren einfädeln, ist eine Rettungsgasse vorhanden. Das dürfte von einem Führerscheininhaber in der aktuellen Zeit als machbar erwartet werden. Die Idee, es wie in Österreich zu handhaben, ist gar nicht mal so verkehrt.

2. Die alarmierten Rettungskräfte sind also unclever, wenn sie sich auf den DIREKTEN Weg zur Unfallstelle machen.... Klar, damit sich die Einsatzfahrzeuge erst durch die auch gut gefüllten Nebenstrecken Richtung Elsen quälen. Hoffentlich sind die Einsatzkräfte weiterhin "unclever" und geraten zukünftig an klar denkende Verkehrsteilnehmer in Autobahnbaustellen.

Fazit: Der Kommentar von Peter ist definitiv "Ohne Überlegung", Überschrift sehr gut gewählt.

Ohne Überlegung

Die Baustelle ist so eng das gerade mal 2 Fahrzeuge nebeneinander passen.Eine Rettungsgasse ist so überhaupt nicht machbar.Wären die Einsatzkräfte clever, wäre man dierekt von der Gegenrichtung ab Elsen zum Einsatzort gefahren.

2000€ Strafe!!

Es sollte so laufen wie in Österreich. Wer die Gasse nicht bildet wird mit einer Strafe von 2000€ belegt. Da fährt ein Polizeiwagen zusätzlich mit und schreibt sich von den Fahrern die Daten auf. Seitdem die Strafe da besteht klappt's mit der Rettungsgasse.

3 Kommentare

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