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Mo., 27.11.2017

Paderborner Forscherin: »Schutz vor Krankheiten« Warum Vollkorn uns gesund hält

Symbolbild.

Symbolbild. Foto: dpa

Paderborn (WB). »Das regelmäßige Essen von Vollkornprodukten bietet Schutz vor Diabetes Typ 2 und Herz-Kreislauf-Erkrankungen und beugt möglicherweise sogar Darmkrebs vor«: Zu diesem Urteil kommt das »International Carbohydrate Quality Consortium«, ein internationaler Zusammenschluss von Experten, die auf dem Gebiet der Kohlenhydrate arbeiten.

Prof. Dr. Anette Buyken

Das Forscherteam, an dem die deutsche Wissenschaftlerin Prof. Dr. Anette Buyken von der Universität Paderborn beteiligt ist, schreibt, dass schon zwei Portionen pro Tag ausreichen, um positive Auswirkungen auf die Gesundheit zu erzielen.

Als Vollkorn gilt Getreide, dem nach der Ernte nur Grannen (borstenartige Triebe) und Spelzen (Hochblätter) entfernt wurden. Ballaststoffe, Vitamine, Öle und Mineralstoffe bleiben in der Schale (der Kleie) und im Keimling erhalten.

Die Ergebnisse wurden in der vorvergangenen Woche parallel zum »Whole Grain Summit« (Vollkorngipfel) veröffentlicht, der größten internationalen Konferenz, die sich wissenschaftlich mit dem Thema Vollkorn beschäftigt.

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Entscheidend für die Gesundheit ist die Qualität.

Prof. Dr. Anette Buyken

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»Getreide ist weltweit eine Hauptquelle für Kohlenhydrate. Entscheidend für die Gesundheit ist aber seine Qualität«, sagt Anette Buyken. Das sei auch vor dem Hintergrund der steigenden Zahl ernährungsbedingter Krankheiten von Bedeutung.

Deshalb lautet der Rat der Wissenschaftler: Beim Verzehr von Getreideprodukten Vollkorn bevorzugen – möglichst zwei Portionen am Tag. Vollkornprodukte mit niedrigem glykämischen Index (ein Maß zur Bestimmung der Wirkung eines Lebensmittels auf den Blutzuckerspiegel) wie Vollkornnudeln und Vollkornbrot mit ganzen Körnern verstärkten diesen Effekt, erklärt die Wissenschaftlerin.

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Wir brauchen politische Initiativen zur verbrauchernahen Kennzeichnung von Vollkornprodukten.

Prof. Dr. Anette Buyken

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»Wir brauchen politische Initiativen zur verbrauchernahen Kennzeichnung von Vollkornprodukten ebenso wie zur Umgestaltung von Mahlzeiten in Einrichtungen wie Schulen und Kindergärten«, fordert die Wissenschaftlerin der Uni Paderborn.

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