Mi., 03.01.2018

Bäume stürzen um und Straßen werden überflutet Sturmtief »Burglind« sorgt für Behinderungen

Die Straße zuwischen Dahl und Schwaney (K 38) wurde gesperrt.

Die Straße zuwischen Dahl und Schwaney (K 38) wurde gesperrt. Foto: Besim Mazhiqi

Paderborn (WB). Wegen des Tiefs »Burglind« peitschen orkanartige Böen über viele Landesteile. Auch im Kreis Paderborn haben am Mittwoch Sturm und Regen für gefährliche Situationen auf den Straßen gesorgt. Das haben die Polizei und die Kreisverwaltung mitgeteilt. Bäume blockieren Straßen und Regenwasser überflutet Fahrbahnen.

Um 6.20 Uhr prallte ein Auto auf der Ostenländer Straße bei Sande gegen einen umgestürzten Baum. Auf dem Melkeweg bei Upsprunge kollidierte ein Autofahrer gegen 8.25 Uhr mit einem Baum. In beiden Fällen wurde niemand verletzt. Die Sachschäden belaufen sich auf etwa 5000 und 8000 Euro, berichtet die Polizei.

Um 7 Uhr musste die L752 bei Salzkotten-Weltsöden gesperrt werden. Dort blockierten mehrere Bäume die Straße. Weitere drohen umzukippen. Die Sperrung bleibt bis zum Ende der Gefahrenlage bestehen.

Auch im Raum Delbrück und Hövelhof kippten Bäume auf Straßen und mussten von der Feuerwehr beseitigt werden. Bei Büren und Bad Wünnenberg sind Straßen leicht überflutet aber nicht gesperrt.

Am Vormittag musste die Straße zwischen Dahl und Schwaney (K 38) ist aufgrund einer Überschwemmung gesperrt werden. Der Ellerbach ist nach dem starken Regen über die Ufer getreten, sodass die Straße ab dem Uhrenberg nicht mehr befahrbar ist. Die Autofahrer werden im in den Orten Dahl und Schwaney auf die Sperrung hingewiesen. Timm Rosenthal vom Kreisstraßenbauamt des Kreises empfiehlt die parallel liegende B64 zu nutzen oder über Herbram zu fahren. Voraussichtlich ist die Straße am Donnerstag, 4. Januar, wieder befahrbar.

Gegen Abend musste auch die Kreisstraße 2 zwischen Wewer und Borchen (Auf der Schweiz) gesperrt werden, weil die Altenau über die Ufer getreten ist. Donnerstagmorgen wird sich entscheiden, ob die Straße wieder für den Verkehr frei gegeben werden kann.

Die Sturmschäden halten sich nach Angaben der Kreisleitstelle Ahden nach wie vor in Grenzen: Insgesamt 25 Mal rückten die Feuerwehren im Kreisgebiet bis zum späten Nachmittag aus, um Straßen von Ästen oder umgestürzten Bäumen zu befreien. Durch den anhaltenden Regen der vergangenen Tage sind die Böden so feucht, dass die Wurzeln keinen richtigen Halt mehr haben. Bäume stürzen schneller um.

Die meisten Einsätze wurden in Paderborn (8), Delbrück (5) und Salzkotten (5) gefahren. Hinzu kommen zwei Einsätze in Hövelhof sowie ein Einsatz in allen anderen Kommunen. Lediglich in Borchen musste bislang keine Straße geräumt werden, vermeldet die Kreisleitstelle.

Die Polizei appelliert, im gesamten Kreisgebiet besonders vorsichtig zu fahren. Gefahrenstellen können plötzlich auftauchen. Nicht nur der Sturm führt auf den Straßen zu brenzligen Situationen. Am Morgen musste die Polizei bei Delbrück und Hövelhof bereits drei Wildunfälle aufnehmen. Auch dabei wurde niemand verletzt.

 

 

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