Mi., 03.01.2018

Michaelsschülerinnen engagieren sich bei Selbsthilfeprojekten Frauenpower für Ruanda

Helena Henneken reiste nach Ruanda, um die Projekte von Anna Busch zu betreuen. Das Foto zeigt die Globetrotterin bei einem Besuch des Internats in Janja.

Helena Henneken reiste nach Ruanda, um die Projekte von Anna Busch zu betreuen. Das Foto zeigt die Globetrotterin bei einem Besuch des Internats in Janja.

Paderborn (WB). 30 Schülerinnen folgen dem Beispiel von zwei engagierten Frauen: Die Klasse 7b des Gymnasiums St. Michael Paderborn hat mit kreativen Ideen bereits mehr als 1000 Euro für Selbsthilfeprojekte in Ruanda gesammelt.

Anna Busch nahm im Rahmen des Freiwilligendienstes an einem Kolping-Workcamp in Ruanda teil. Seit Jahren setzt sie sich dafür ein, die Lebensbedingungen der Menschen dort zu verbessern. Sie unterstützt Projekte zur Selbsthilfe, wirbt in ihrer Heimatregion dafür und erhält regelmäßig Spenden. In der Globetrotterin Helena Henneken fand die junge Mutter eine Wegbegleiterin, die nach Ruanda reiste und ihre Projekte betreute. Beide Frauen verbindet die Auszeichnung »Botschafterin Delbrücks«.

Schüler engagieren sich für den guten Zweck

Inzwischen zeigen Helena Hennekens Nichte Carla und ihre 29 Klassenkameradinnen der 7b des Gymnasiums St. Michael in Paderborn, dass vorgelebtes Engagement generationenübergreifend wirkt. Sie haben bereits mehr als 1000 Euro gesammelt, die sie Anna Busch jetzt überreichten. Im vergangenen Jahr erwähnte die Zwölfjährige im Politikunterricht die anstehende Reise ihrer Tante nach Ruanda. Als sie die Projekte von Anna Busch vorstellte, beschloss die Klasse spontan: »Wir kaufen eine Kuh für Ruanda.«

Politiklehrerin Marielies Klösener-Voß und Klassenlehrerin Jutta Bursinski motivieren ihre Mädchen, dran zu bleiben. Gemeinsam setzten sie viele kreative Ideen in die Tat um. Dazu gehörten Muffinverkauf und Spendensammlung in der Nachbarschaft, Benefizkonzerte bei Freunden und Verwandten sowie Aktionen beim Schulfest, in der Pause und beim Tag der offenen Tür. Die Schülerinnen boten selbstgemachte Karten, Freundschaftsbändchen, Schlüsselanhänger, Lesezeichen und Kuchen an. Mittlerweile haben sie mehr als 1000 Euro gesammelt. Allein 225,33 Euro kamen beim Schulfest zusammen.

Geld ermöglicht den Kauf von Nutztieren für arme Familien

Bei ihrem jüngsten Besuch im Gymnasium informierte Anna Busch die Mädchen aus erster Hand über die von ihnen finanzierten Projekte. Mit dem Geld wurden eine Kuh mit Kalb und einigen Ziegen für arme Familien erstanden. Aktuell übernehmen die Mädchen das Schulgeld von zwei Waisenkindern. Anna Busch sprach von den gezielten Förderprojekten ihrer Freundin Dancille Mujawamariya. Die Gymnasiastinnen haben die Geschäftsführerin des Kolpingwerkes in Ruanda Ende vergangenen Jahres bei einem Besuch in ihrem Klassenzimmer kennengelernt. Über Anna Busch hält die mutige Afrikanerin die Jugendlichen mit beeindruckenden Fotos und Nachrichten auf dem Laufenden.

Anna Busch kam diesmal in Begleitung von Christine Scharfenberg aus Lüneburg, die ebenfalls an dem Workshop in Ruanda teilgenommen hat. Die Frauen unterhielten sich angeregt mit den Siebtklässlerinnen. »Wir machen weiter«, kündigten die Mädchen den Verkauf von selbst »gedünfelten« Armbändchen an. Einige bekundeten zudem großes Interesse daran, später ein soziales Jahr abzuleisten.

Wer Interesse hat, sich für die Projekte von Anna Busch einzusetzen, erhält unter schreib.an.anna@web.de und unter der Telefonnummer 0162/ 2174950 Informationen.

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