Do., 15.02.2018

Glaskünstler Jean-Paul Raymond variiert seine »Wunderkammer« Frühlingszitate des Barock

Glaskünstler Jean-Paul Raymond mit seiner aus drei Elementen zusammengesetzten Skulptur, deren florales Dekor auf Motive aus der Renaissance- und Barockzeit anspielt.

Glaskünstler Jean-Paul Raymond mit seiner aus drei Elementen zusammengesetzten Skulptur, deren florales Dekor auf Motive aus der Renaissance- und Barockzeit anspielt.

Paderborn (WB). Im Neuhäuser Marstallmuseum kündigt sich schon der Frühling an. Nach dem Winter widmet der französische Glaskünstler Jean-Paul Raymond in seiner Ausstellung jetzt dem Frühjahr sein Augenmerk.

Zu sehen ist die kleine Sonderschau mit raffinierten Glaskunstarbeiten des in Köln lebenden Künstlers in der »Sammlung Nachtmann«. In den Räumen, in denen die Fundstücke und Exponate des vor zwei Jahren gestorbenen Delbrücker Sammlers Hans-Joachim Nachtmann präsentiert werden, sind inzwischen weitere bewundernswerte Glasobjekte eingetroffen.

Säule aus drei Elementen symbolisiert den Frühling

Eine Säule, die Jean-Paul Raymond aus drei Elementen zusammengesetzt hat, symbolisiert den Frühling. Sie ist reich mit floralem Dekor versehen – eine direkte Anspielung auf Motive der Renaissance, die sich auf einigen wertvollen Glaspokalen der Sammlung Nachtmann finden. Der Adler, den ein zweites Glaskunstwerk schmückt, ist ein direktes Zitat. Die Gravur des Barocks brachte gern Figuren, Tiere und sogar kleine Szenen auf die Gläser. So ist auch der Adler auf einen prächtigen Pokal der Sammlung Nachtmann zu sehen.

Die modernen Glasobjekte hat der renommierte Künstler Jean-Paul Raymond geschaffen. Er hat sich von den barocken Gläsern der Sammlung Nachtmann anregen lassen und zahlreiche Glaskunstwerke hergestellt. In einem kreativen Prozess sind Glasstelen und Glasobjekte von hoher Qualität entstanden, die neue Perspektiven auf die Gläser der vergangenen Epochen ermöglichen. Das Ganze fügt sich zu einer Wunderkammer, die zum Betrachten und Entdecken einlädt.

Begrenzte Teilnehmerzahl

Die Frage, wie solche Glaskunstwerke gefertigt werden, wird Jean-Paul Raymond am Sonntag, 25. Februar, um 15 Uhr persönlich erläutern. In einer multimedialen Führung wird er gemeinsam mit Peter Bartsch von der Paderborner Glasmalerei Peters seine Glaskunst vorstellen. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Es wird um Anmeldung bei der Glasmalerei Peters unter der Rufnummer 05252/ 970714 oder per Mail (bartsch@ glasmalerei.de) gebeten.

Die Sonderschau »Die gläserne Wunderkammer«, die seit Dezember 2017 in der Sammlung Nachtmann zu sehen ist, kann noch bis zum 2. Dezember 2018 bestaunt werden. Die Exponate wechseln der Jahreszeit entsprechend. Dem Frühling ist die Schau gewidmet, die vom 13. März bis zum 27. Mai gezeigt wird. Geöffnet ist die Sammlung Nachtmann im Neuhäuser Marstallmuseum jeweils dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr.

Jean-Paul Raymond (69) wurde in Brive (Frankreich) geboren und absolvierte von 1967 bis 1974 ein Studium in Bordeaux. Seit 1995 lebt und arbeitet er in Köln.

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