Do., 15.02.2018

Überlegung zur Nachnutzung der Dempsey-Kaserne hat begonnen Reihenhäuser und Kita geplant

20 Hektar ist das Gelände der Dempsey-Kaserne in Schloß Neuhaus groß. Was mit dem Areal passieren soll, ist jetzt im Konversionsausschuss der Stadt diskutiert worden. Erste Pläne sehen Wohnhäuser und eine Kita vor.

20 Hektar ist das Gelände der Dempsey-Kaserne in Schloß Neuhaus groß. Was mit dem Areal passieren soll, ist jetzt im Konversionsausschuss der Stadt diskutiert worden. Erste Pläne sehen Wohnhäuser und eine Kita vor. Foto: Stadt Paderborn

Von Maike Stahl

Paderborn (WB). Die Verwaltung hat am Dienstagabend die Bestandsanalyse und den Fahrplan für die Nachnutzung der Dempsey-Kaserne vorgestellt. Wenn das britische Militär das 20 Hektar große Gelände an der Husarenstraße 2019 aufgibt, soll dort vor allem Wohnbebauung entstehen.

Da das Gebiet im Umfeld der Kaserne mit Ausnahme der Hochhäuser am Wilhelmsberg durch kleinteilige Wohnbebauung geprägt sei, sollen auf dem Kasernengelände vor allem Hof- und Reihenhausbebauung sowie im Bereich der Dubelohstraße kleinteilige Gewerbenutzung ermöglicht werden, erläuterte Stadtplaner Lars-Christian Lange vor der Steuerungsgruppe Konversion. Benötigt werde außerdem die entsprechende Infrastruktur. Lange rechnet mit einer Kita für 75 Kinder sowie zwei zusätzlichen Klassenstärken im Schulbereich.

Knotenpunkt muss ausgebaut werden

Inwiefern die Sportstätten, die die Briten auf dem Gelände betreiben, erhalten bleiben können, werde derzeit verwaltungsintern abgestimmt, sagte der Planer. Denn das hätte in Bezug auf die Lärmentwicklung natürlich Auswirkungen auf die nächstgelegene vorhandene Wohnbebauung an der Mastbruchstraße.

Wenn die Dempsey-Kaserne Wohngebiet wird, rechnet Lange mit etwa drei bis sieben Prozent mehr Verkehr auf der Husaren- sowie der Dubelohstraße. »Im Bereich der Ampelkreuzung Husarenstraße/Bielefelder Straße ist das unproblematisch. Der Knotenpunkt Dubelohstraße/Bielefelder Straße ist allerdings jetzt schon an der Kapazitätsgrenze«, sagte Lange. Dieser müsse leistungsfähig ausgebaut werden, zum Beispiel mittels eines Kreisverkehrs. Entsprechende Planungen seien bereits angestoßen.

Ratsmitglieder besichtigen Areal

Gespannt erwartet die Verwaltung zudem die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie in Bezug auf eine Nachnutzung der vorhandenen Mannschaftsgebäude an der Husarenstraße aus den 1930er Jahren. Die Ergebnisse sollen Anfang März vorliegen. »Dabei geht es darum zu gucken, ob ein Erhalt der Gebäude mit einer sinnvollen Nutzung wirtschaftlich darstellbar ist«, erläuterte Lange. Da diese nicht denkmalgeschützt sind, droht ihnen anderenfalls der Abriss. Einen ersten Eindruck vom Gelände sollen sich die Ratsmitglieder bei einer Befahrung der Kaserne am 27. Februar machen können.

Die Öffentlichkeit soll an den Planungen ab Mai beteiligt werden. Dann soll ähnlich wie auch bei der Alanbrook-Kaserne ein städtebaulicher Wettbewerb ausgelobt werden, aus dem ein Rahmenplan entwickelt wird.

Serie zum Abschied

Der Abschied naht. Im Sommer 2019 werden die letzten britischen Soldaten Paderborn verlassen. Welche Auswirkungen hat das auf die Briten und auf die zivilen Angestellten? Wer bleibt hier? Wer muss gehen? Wie sieht es mit den Jobs aus? Das WESTFALEN-BLATT wird in lockerer Folge über die Menschen berichten, die vom Abzug betroffen sind. Im ersten Teil haben wir Verbindungsoffizier Alan Patterson vorgestellt.

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