Do., 08.03.2018

Bewohner des Riemeke-Viertels informieren sich über Brückenprojekt Bahnhofsbrücke: »Neubau ist unumgänglich«

Die Brücke an der Bahnhofstraße ist marode. Von Mitte 2019 an soll sie komplett abgerissen und neu gebaut werden. Das Projekt erfordert eine etwa dreijährige Vollsperrung mit maximalen Auswirkungen für Anlieger und Pendler.

Die Brücke an der Bahnhofstraße ist marode. Von Mitte 2019 an soll sie komplett abgerissen und neu gebaut werden. Das Projekt erfordert eine etwa dreijährige Vollsperrung mit maximalen Auswirkungen für Anlieger und Pendler. Foto: Jörn Hannemann

Von Ingo Schmitz

Paderborn (WB). Der Neubau der Bahnhofsbrücke in Paderborn gehört zu den komplexesten Straßenbauprojekten, die die Stadt Paderborn in den nächsten Jahren zu schultern hat. Bis zu drei Jahre wird die Sperrung der Bahnhofstraße dauern. Am Mittwochabend hatte die Interessengemeinschaft »Das Riemeke« zu einer Informationsveranstaltung geladen.

Für die Fakten rund um das Bauprojekt war unter anderem die Beigeordnete Claudia Warnecke zuständig. Im Gespräch mit dem WESTFALEN-BLATT erklärte sie, dass sie das Informationsbedürfnis der Anwohner und deren Erwartungshaltung nachvollziehen könne. Allerdings seien derzeit noch sehr viele Fragen offen und damit der Termin für die Veranstaltung eigentlich verfrüht. Dennoch versuchte sie möglichst viele Fragen zu beantworten. Der Rest sei erst Ende 2018 absehbar, sagte sie dieser Zeitung. Baubeginn soll dann Mitte 2019 sein.

Schon im Jahr 2007 hatte sich der Sanierungsbedarf der Bahnhofsbrücke am Ortseingang von Paderborn abgezeichnet. Die Prüfung, am Knotenpunkt von B1, Frankfurter Weg, Heinz-Nixdorf-Ring und Bahnhofstraße die Gleise zu untertunneln, sei in neun Varianten vorgenommen worden, erinnerte sie. Keine Variante kam zum Tragen, so dass nur eine neue Brücke in Frage komme.

Zudem sei geprüft worden, ob eine drei- oder vierspurige Variante möglich sei. Vor allem aus Platzgründen habe man sich gegen die vierspurige Lösung entschieden. Nach jetzigem Stand soll es künftig eine Spur Richtung Innenstadt sowie zwei stadtauswärts geben. Nach Aussagen der Gutachter sei das ausreichend für den Verkehrsfluss, so Warnecke.

Vorplanung läuft bis Ende 2018

Aktuell laufe die europaweite Ausschreibung für die Bauplanung. Die Vorplanung soll dann bis Ende 2018 abgeschlossen sein. Erst danach sei es möglich, so Warnecke, sich definitiv zu Bauzeiten zu äußern.

Nach jetzigem Stand sind zwei Abschnitte geplant. Der eine umfasst den eigentlichen Brückenkörper, der zweite den Neuausbau der Bahnhofstraße zwischen Almeweg und Pontanusstraße. Um die Anwohner vor Lärm zu schützen, soll eine Lärmschutzwand errichtet werden. Weitergehende Maßnahmen wie spezielle Lärmschutzfenster für die Anlieger würden dann von der Stadt nicht mehr übernommen, so Warnecke. Das Lärmschutzgutachten stehe noch aus.

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»Wie lange der komplette Bau dauert, kann man heute noch nicht sagen. Wir gehen von drei Jahren aus.«

Claudia Warnecke

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»Wie lange der komplette Bau dauert, kann man heute noch nicht sagen. Wir gehen von drei Jahren aus. Wenn allerdings auch samstags und werktags bis in den Abend gebaut wird, wird sich die Zeit verkürzen. Das hängt von den Kosten und der Akzeptanz der Anlieger ab«, machte Warnecke gegenüber dieser Zeitung deutlich. Letztendlich müsse das die Politik entscheiden – nach jetzigem Stand werden Ende des Jahres dazu die Beschlüsse gefasst.

Noch keine Angaben zu Umleitungen

Größtes Interesse haben die Anlieger des Riemeke-Viertels daran, wie in der Zeit der Vollsperrung der Verkehr umgeleitet werden soll. Auch dazu gibt es von Claudia Warnecke bislang keine Auskünfte: »Soweit sind wir noch nicht.«

Auswirkungen werden die Arbeiten sowohl auf den Busverkehr (Richtung Wewer) und die Bahn haben. In dem Abschnitt wird die Bahnstrecke zeitweise voll gesperrt werden müssen, hieß es weiter. Die direkten Anlieger der Bahnhofstraße zwischen Almeweg und Pontanusstraße müssen zudem damit rechnen, an den Ausbaukosten der Straße beteiligt zu werden.

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