Di., 13.03.2018

»Junges Ensemble« führt ein selbst erarbeitetes Theaterstück im Stadtmuseum auf – im April folgt eine Ausstellung Welche Rolle spielt die Jugend in der Stadt?

Die Akteure des »Jungen Ensembles« bei den Proben im Paderborner Stadtmuseum.

Die Akteure des »Jungen Ensembles« bei den Proben im Paderborner Stadtmuseum.

Paderborn (WB/ecke). Das Paderborner Stadtmuseum öffnet sich seit einigen Monaten bereits ganz gezielt dem jungen Publikum. Bevor hier die Ergebnisse mehrerer Workshops vom 14. April an in einer Ausstellung unter dem Titel »Jugend mit 17 in Paderborn« zu sehen sein werden, zeigt das »Junge Ensemble« des Paderborner Kulturamtes in den Museumsräumen das selbst geschriebene und erarbeitete Theaterstück »Stadtgewächse«. Die Premiere an diesem Freitag ist bereits ausverkauft. Es gibt aber noch Karten für die Aufführungen am 17., 18. und 22 März (Beginn jeweils 19.30 Uhr).

»In dem Stück geht es um Identitäten und Behauptungen junger Menschen«, erläutert Ideengeberin und Regisseurin Ann-Britta Dohle. »Die jugendlichen Mitspieler erzählen viel von sich.« Zusammen mit dem Publikum beginnt im Stadtmuseum so eine Wanderung durch die inneren Ängste und Träume.

Zwei Stadtführer nehmen Zuschauer und die Akteure mit zu einem Rundgang durch das Museum. In der Inszenierung entwickelt sich die Führung zu einer spielerischen Begegnung mit fantastischen Geschichten, komischen Momenten und abgründigen Situationen. »Es geht dabei auch um die digitale Stadt. Deshalb arbeiten wir mit modernen Medien«, sagt die Regisseurin.

Nach dem Beginn im Foyer verlagert sich das Stück an vier verschiedene Spielorte im Museum, wobei das Publikum in zwei Gruppen geteilt wird – für die 14 jungen Akteure eine große Herausforderung, weil sie ständig zwischen den jeweiligen Szenen hin und her pendeln müssen. Die Aufführung dauert etwa 90 Minuten. Karten zum Preis von 6 Euro gibt es im Vorverkauf im Stadtmuseum sowie an der Abendkasse.

Mit seiner Idee, eine Ausstellung zum Thema »Jugend mit 17 in Paderborn« durchzuführen, will Kulturamts-Mitarbeiter Dr. Bernd Apke das im Vorjahr eröffnete neue Stadtmuseum zum Anlaufpunkt auch für junge Leute machen. »Wir arbeiten dafür mit Jugendlichen, die wir sonst nicht in Museen sehen.«

Unterstützt werde die Stadt dabei von freien Kulturinitiativen, die Workshops zu unterschiedlichen Themen angeboten hätten. »Wir fragen danach, welche Rolle die Jugend heute in der Stadt spielt«, sagt Apke, der in den vergangenen Monaten viel Durchhaltevermögen zeigen musste. »Jugendliche für ein solches Projekt zu motivieren und zu halten, das war irrsinnig schwer.«

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