Di., 03.04.2018

Unions-Fraktionsvize aus Paderborn hält Kritik für nicht nachvollziehbar: »Naivität und Beschönigungsrituale helfen nicht weiter« Linnemann verteidigt Seehofer in der Islam-Debatte

Unions-Fraktionsvize Carsten Linnemann (CDU).

Unions-Fraktionsvize Carsten Linnemann (CDU). Foto: dpa

Paderborn/Berlin (WB). Unions-Fraktionsvize Carsten Linnemann (CDU) hat in die Islam-Debatte eingegriffen und Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) gegen Angriffe aus der CDU verteidigt.

»Die Schärfe der Kritik, die einige aus meiner Partei an einer Islam-Debatte üben, ist weder nachvollziehbar noch sachgerecht. Die Debatte ist sogar überfällig, wenn man sich beispielsweise den Alltag an Berliner Schulen bis hin zu islamistisch motivierten Übergriffen anschaut«, sagte Linnemann dem WESTFALEN-BLATT.

»Solange sich der politische Islam derart ausbreitet und sogar zu verfestigen droht, sollte man gerade als Politiker die Dinge klar beim Namen nennen und nichts mit weißer Salbe zudecken. Naivität und Beschönigungsrituale helfen nicht weiter«, sagte der Paderborner der Zeitung weiter.

»Die Lebenswirklichkeit in Deutschland ist brisant genug: Imame radikalisieren junge Muslime, Moscheevereine und Organisationen werden von fundamentalistischen Geldgebern aus dem Ausland unterstützt. Hier müssen wir ansetzen, und zwar aus der Mitte der Gesellschaft«, sagte Linnemann. »Diese Debatte dürfen wir nicht den Spaltern von rechts überlassen.«

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