Mo., 16.04.2018

Forscher der Uni wollen Chemieunterricht innovativer machen Im Labor wird an Ideen getüftelt

Beim Experimentieren waren nicht nur strategische Problemlösungen, sondern auch handwerkliches Geschick gefragt.

Beim Experimentieren waren nicht nur strategische Problemlösungen, sondern auch handwerkliches Geschick gefragt.

Paderborn (WB). An der Universität Paderborn gibt es ein neues, schulorientiertes Labor der Chemiedidaktik. Eine Arbeitsgruppe will dort erforschen, wie der Chemieunterricht an Schulen innovativer werden kann.

Die Arbeitsgruppe der Chemiedidaktik beschäftigt sich unter Leitung von Prof. Dr. Sabine Fechner mit Lehr- und Lernprozessen und erforscht Lernumgebungen, um den innovativen Chemieunterricht an Schulen voranzutreiben. Mit dem neuen Chemielabor soll die Forschung in diesem Bereich stärker gefördert und mit dem integrierten Seminarraum die Qualität der Lehrerbildung im Fach Chemie gesteigert werden, heißt es in einer Mitteilung der Universität.

An der offiziellen Einweihung nahmen Schulleitungen und Chemielehrer der Paderborner Gymnasien sowie Vertreter von »coolMINT«, dem Schülerlabor der Universität Paderborn und des Heinz-Nixdorf-Instituts teil. Prof. Dr. Torsten Meier, Vizepräsident für Internationale Beziehungen, und Prof. Dr. Dirk Kuckling, Sprecher des Departments Chemie, hoben in ihren Grußworten an die Gäste die Wichtigkeit des Labors hervor, um Forschung und Lehrerbildung auf dem aktuellsten Stand anbieten zu können.

Sabine Fechner bedankte sich bei allen Beteiligten für die Zusammenarbeit bei der Umsetzung des Labors. Sie freut sich auf die Kooperation mit den Schulen und Lehrern: »Ich hoffe, dass wir künftig oft zusammenarbeiten und gemeinsam spannende Ideen umsetzen können, die den Chemieunterricht bereichern.« Dr. Thomas Witte, wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Arbeitsgruppe Chemiedidaktik, hielt einen Vortrag zum Thema »Was ist eigentlich schulorientiertes Experimentieren?«, in dem er die Bedeutung des Experimentierens zur Erkenntnisgewinnung betonte: »Experimente wecken Neugierde, Experimente erhalten Neugierde.« Ihre didaktische Einbettung sei besonders wichtig, weswegen Lehramtsstudenten lernen müssten, wie man Experimente im Unterricht einsetzen könne.

Nach dem Vortrag konnten sich die Gäste unter der Aufsicht von wissenschaftlichen Mitarbeitern und studentischen Hilfskräften an den aufgebauten Experimenten versuchen. Die Bandbreite reichte von der Synthese eines Nylonfadens bis zur digitalen Messwerterfassung.

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